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Literatur Empfehlungen
08. November 2010 / bid-Redaktion
Alpmann
Brockhaus Studienlexikon Recht
Nachschlagewerk für die Ausbildung und tägliche Berufspraxis
Aber auch in der täglichen Praxis von Rechtsanwälten, Richtern, Steuerberatern und Betriebswirten ist dieses 1.444 Seiten starke Werk eine hilfreiche Unterstützung. Man findet prägnante Erläuterungen aller für Studium sowie Berufsalltag wesentlichen Stichwörter.
Zudem helfen viele Verweise beim Erkennen der Zusammenhänge. Die Reihenfolge der Stichwörter in alphabetischer Ordnung macht den Umgang ebenso wie die Verwendung von lediglich zwei Schriftarten praktisch und lesefreundlich.
Von A wie "Abänderung eines Unterhaltstitels" bis Z wie Zwischenzeugnis ermöglicht das Fachlexikon Recht durch eine fundierte und anschauliche Darstellung einen Durchblick im juristischen Dickicht.
Die besonderen Schwerpunkte:
- Eine ausgewogene, praxisnahe Darstellung des gesamten Prüfungsstoffs für das 1. und 2. juristische Examen
Prägnante Erläuterungen juristischer Begriffe in rund 11.000 Stichwortartikeln
Darstellungen der Zusammenhänge durch interne Verweisungen
Die Konkretisierung des Stoffes durch Leitfälle, Fallbeispiele und kommentierte Fundstellen
Über 180 grafisch aufgearbeitete Übersichten, Tabellen und Rechenbeispiele, welche Zusammenhänge visualisieren, abstrakte Normen verdeutlichen oder die Struktur komplexer Themen aufzeigen
Zahlreiche Hinweise auf die Standardwerke der Fachliteratur
Die Neuauflage berücksichtigt die Rechtsentwicklungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung seit der letzten Auflage. Die für Studenten und Rechtsreferendare ausbildungsrelevanten Themen sind noch stärker akzentuiert und orientieren sich am Prüfungsstoff in den juristischen Staatsprüfungen.
Das Werk wendet sich an Studenten, Rechtsreferendare, darüber hinaus auch an alle diejenigen bei denen der Umgang mit dem Recht zur Grundlage ihres täglichen Berufsalltages gehört wie Juristen, Rechtspfleger, Steuerberater, Betriebswirte, Volkswirte, Wirtschaftsprüfer und Verwaltungsbeamte.
Das Autorenteam setzt sich durchweg aus juristischen Praktikern aus Justiz und Anwaltschaft zusammen, die zum größten Teil auch als Professoren, Lehrbeauftragte oder Repetitoren in der juristischen Ausbildung tätig sind.
30. Juni 2010 / bid-Redaktion
STANDARD-WERK: Friedrich Glasl
Konfliktmanagement
Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater
Ohne Zweifel eines der besten Bücher zum Thema. Das Standard-Werk, welches bereits in der 9. akualisierten und überarbeiteten Auflage vorliegt, richtet sich in erster Linie an professionelle Helfer, Vermittler und Mediatoren, Berater und Trainer und darüber hinaus auch an andere Personen, die sich in ihrem Beruf mit Konflikten auseinandersetzen müssen.
Von vielen erfahrenen Personen der genannten Berufsgruppen wird der Autor auch als "Konflikt-Papst" bezeichnet. Um in dieser Formulierung zu bleiben kann man dieses Buch durchaus auch als die "Bibel" des Konfliktmanagements bezeichnen, die auf keinem Schreibtisch aller mit Konflikten befassten Berufsgruppen fehlen darf.
Friedrich Glasl stellt in seinem Werk über die 17 Kapitel von der Definition des Konfliktes, über die Konfliktdiagnose, der Dynamik von Konflikten, bis hin zur Strategie der Konfliktbehandlung umfänglich und detailiert den derzeitigen Stand der praktischen Erfahrungen und der Wissenschaft dar.
Im 10. Kapitel ist das schon legendäre 9-Stufen-Modell der Konflikteskalation ausführlich erläutert und beschrieben. Auch wenn es nicht immer eine konsensuale Lösung gibt und nur ein externer Machteingriff zur Lösung taugt. Zum Beispiel in der Stufe 9: "Gemeinsam in den Abgrund".
Über den Autor:
Friedrich Glasl, geboren 1941, studierte Politologie. Er arbeitete u.a. für die Unesco, in Druckereien und Verlagen bevor er von 1967 bis 1985 an dem von Bernard Lievegoed begründeten Institut für Organisationsentwicklung in der Unternehmensberatung, Forschung und Lehre tätig wurde. Friedrich Glasl ist Mitbegründer der Trigon-Entwicklungsberatung und heute Dozent für Organisationsentwicklung an der Universität Salzburg.
15. Mai 2010 / bid-Redaktion
STANDARD-WERK: Eckard König, Gerda Vollmer
Handbuch Systemische Organisationsberatung
Methoden und Instrumente für die praktische Anwendung
Von Beraterinnen und Beratern wird dabei eine umfassende Beratungskompetenz erwartet. Das vorliegende Werk ist schlechthin der Klassiker, für alle die sich ernsthaft mit Prozessbegleitung beschäftigen. Auf Neu-Deutsch kann man dieses Handbuch als absolutes "Must have" bezeichnen. Die beiden Autoren haben auf dem Deutschen Markt erfolgreich Prozessberatung als Nische etabliert.
Hier setzt dieses Handbuch an: Vor dem Hintergrund der Systemtheorie und gestützt auf langjährige Erfahrung der Autoren ist ein Buch entstanden, das die Grundlagen des systemischen Ansatzes, die einzelnen Schritte im Beratungsprozess sowie mögliche Vorgehensweisen umfassend und zugleich konkret darstellt.
Beraterinnen und Berater finden hier das methodische Rüstzeug, das sie benötigen, um einzelne Personen, Teams oder komplexe Organisationen erfolgreich beraten zu können. Damit ist das Handbuch sowohl eine umfassende Einführung als auch eine anwendungsorientierte Methodensammlung für Berater, Trainer und Experten in Personal- und Organisationsabteilungen.
Schließlich zeichnet sich das Buch auch als Wertorientierung aus bei der systemische Organisationsberatung nicht nur als Anwendung von Methoden verstanden wird, sondern zugleich durch ein bestimmtes Menschenbild und damit bestimmte Haltungen und Werte geprägt ist.
Besonders eindrucksvoll wird dies deutlich, wenn beschrieben wird, dass die Systemische Organisationsberatung kein starres Konzept ist, sondern das sich im Verlauf etwas entwickelt. Somit ist das Beratungssystem gleichzeitig auch ein soziales System, da Beratung im Sinne der Autoren Unterstützung, Wertschätzung, Empathie, Authentizität und Vertrauen bedeutet. Die Systemische Organisationsberatung geht damit weit über die reine Expertenberatung hinaus und "provoziert" ganz bewußt einen Transformationsprozess bei den Clienten.
Aus dem Inhalt:
- Grundlagen der Organisationsberatung: Modelle menschlichen Handelns
- Der Organisationsberatungsprozess
- Diagnoseverfahren im Rahmen systemischer Organisationsberatung
- Systemische Organisationsberatung komplexer Systeme
- Das Beratungssystem
30. April 2010 / bid-Redaktion
F.A.Z.-Institut (Hrsg.)
Consulting 2010
Das Jahrbuch der Unternehmensberatung
Einer der inhaltlichen Schwerpunkte der aktuellen Ausgabe ist das Thema Restrukturierung. Für Unternehmensberater eine Pflichtlektüre und für Unternehmen ein großartiger Überblick zu wichtigen Themen und Inhalten des Jahres. Auf über 60 Seiten stellen sich am Ende des Buches Beratungsunternehmen ausführlich mit Schwerpunkten und Expertisen vor.
Gerade in turbulenten Zeiten können Unternehmensberatungen Hilfestellungen für Wege und Möglichkeiten "Raus aus der Krise" bieten. Im vorliegenden Werk beschreiben Experten aus der Beratungsbranche in 39 Fachbeiträgen zu Managementberatung, Personalwesen, Technologie, Einkauf & Supply Chain spwie Restrukturierung Optionen und Herausforderungen für den zukünftigen Kurs der Unternehmen im Wandel der Zeiten.
Anhand von Best-Practice-Beispielen werden die theoretischen Ausführungen mit praktischen Umsetzungsmöglichkeiten von Beratungskonzepten unterlegt und zeigen so Ansatzpunkte wie man der Krise mit Kostensenkungen, sowie mit einer Neuausrichtung und Umorganisation der Unternehmensstruktur begegenen kann.
Teilnehmende Unternehmen aus der Beratungsbranche:
ALTRAN GmbH & Co. KG, Arthur D. Little GmbH, Asia-Pacific Management Consulting GmbH, Barkawi Management Consultants GmbH & Co. KG, BearingPoint GmbH, Capgemini Consulting, CIBER Novasoft AG, Detecon International GmbH, d-fine GmbH, DROEGE & COMP. Internationale Unternehmer-Beratung, ESG Consulting GmbH, Excelliance Strategy Consultants GmbH, Fischer HRM GmbH, Goll Consulting, HCL GmbH, Horváth & Partners, INVERTO AG, IsoPart GmbH, J&M Management Consulting AG, Kerkhoff Consulting GmbH, Kurt Salmon Associates GmbH, Lischke Consulting GmbH, Management Partner GmbH, MATERNA GmbH Information & Communications, microfin Unternehmensberatung GmbH, Mollenhauer Management Consulting AG, PA Consulting Group, PMC International AG, plenum AG, procise gmbh, PRTM Management Consultants GmbH, PWS Wollsching-Strobel Managementberatung GmbH, Richard Gruber Consulting GmbH, ROI Management Consulting AG, Roland Berger Strategy Consultants, S&F Personalpsychologie Managementberatung GmbH, smm managementberatung GmbH, Steria Mummert Consulting AG, syskoplan AG, T.A. Cook & Partner Consultants GmbH, TellSell Consulting GmbH, U-TURN MANAGEMENT GmbH & Co. KG, u.a.
Über das F.A.Z.-Institut
Ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH. Mit einem aufeinander abgestimmten Angebot aus Publikationen, Veranstaltungen, Analysen und Beratungsleistungen versteht sich das F.A.Z.-Institut als Informations- und Servicepartner für Unternehmen und Verbände. Mehr Informationen unter www.branchendienste.de
14. Oktober 2009 / bid-Redaktion
Jürgen Basedow, Klaus J. Hopt, Reinhard Zimmermann (Hrsg.)
Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts
Kompendium für Wissenschaftler und Praktiker
Mit dem Handwörterbuch richtet sich das Institut an Praxis und Wissenschaft gleichermaßen: Praktikern wie Wissenschaftlern bieten die über 470 Stichwörter von „Abschlussprüfer“ über „Bereicherungsrecht“, bis hin zu „Zwingendes Recht“ punktgenaue Informationen zu aktuellen Entwicklungen im europäischen Privatrecht. Darüber hinaus stellt das Kompendium gleichzeitig eine wesentliche Grundlage für die zukünftige konsistente Fortentwicklung des europäischen Privatrechts dar.
Seit über 20 Jahren wächst in der Europäischen Union ein eigenes Privatrecht heran. Zunehmend verdrängt es das nationale deutsche Privatrecht. Dabei folgt das europäische Privatrecht jedoch keinem übergreifenden systematischen Konzept, sondern in erster Linie kurzfristigen politischen Erwägungen und Zwängen. Das Hamburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht durchdringt und strukturiert dieses Dickicht mit seinem Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts. Die 473 Stichwort-Artikel, die von insgesamt mehr als 100 Autoren erstellt wurden, zeichnen – von der rechtshistorischen und rechtsvergleichenden Dimension ausgehend – die europäischen Entwicklungslinien nach und gehen vertieft auf die europäische und internationale Rechtsvereinheitlichung ein. Das Handwörterbuch ist in dieser Bandbreite und vom gewählten Ansatz her einzigartig. Es bildet das Woher und Wohin des europäischen Privatrechts umfassend ab und ist als solches ein wichtiges Nachschlagewerk für Rechtswissenschaftler, Praktiker und politisch handelnde Akteure.
Fälle aus dem europäischen Rechtsalltag
Das europäische Privatrecht durchdringt mittlerweile alle Rechtsgebiete, vom Arbeitsrecht über das Familienrecht und Unternehmensrecht bis hin zum Verbraucherrecht. Im Folgenden sind einige Urteile des Europäischen Gerichtshofs und deren Auswirkung auf das deutsche Recht beispielhaft zusammengestellt.
Verbraucherschutz / „Pia Messner“
Pia Messner erwarb aufgrund eines Internetangebots von der Beklagten ein gebrauchtes Notebook zum Preis von 278 Euro. Elf Monate später widerrief sie den Vertrag, weil sie mit dem Gerät nicht zufrieden war und bot Rücksendung des Notebook gegen Erstattung des Kaufpreises an. Die Beklagte wandte ein, dass die Klägerin ihr Wertersatz in Höhe von 316,80 schulde für die Nutzung des Notebook während der elf Monate. Ein solcher Anspruch bestünde in der Tat nach deutschem Recht (§§ 346 I iVm 357 I BGB). Der EuGH entschied jedoch, dass diese Regelung nicht europarechtskonform ist, da sie gegen die Fernabsatzrichtlinie verstößt, nach der der Verbraucher nach Widerruf nur die „unmittelbaren Kosten der Rücksendung“ der Ware schulde.
Familienrecht / „Grunkin-Paul“
Am 27. Juni 1998 wurde in Dänemark Leonhard Matthias Grunkin-Paul als Sohn von Frau Paul und Herrn Grunkin geboren, die damals miteinander verheiratet waren, beide Deutsche sind und seinerzeit in Dänemark lebten. Ihr Sohn wurde mit dem Nachnamen Grunkin-Paul in das dänische Standesamtsregister eingetragen. Später zogen die Eltern nach Deutschland und wollten dort ein Familienbuch beim deutschen Standesamt anlegen lassen. Der Standesbeamte weigerte sich, den Sohn mit dem Namen Grunkin-Paul einzutragen. Denn der Name eines Deutschen richte sich allein nach deutschem Recht (Art. 10 EGBGB), und danach könnten die Eltern nur entweder den Nachnamen des Vaters oder den der Mutter für das Kind bestimmen, § 1617 BGB. Auf Vorlage des Amtsgerichts Flensburg entschied der EuGH, dass die Nichtanerkennung des Namens, wie er in einem anderen Mitgliedstaat eingetragen worden sei, mit dem Recht jedes Unionsbürgers, sich frei in der EU zu bewegen, unvereinbar sei. (2. EuGH 14.10.2008, Rs. C-353/06 (Grunkin-Paul))
Arbeitsrecht / „Mangold“
Der Münchener Rechtsanwalt Helm stellte im Juni 2003 den 56jährigen Anwaltsgehilfen Mangold für die Dauer von ca. 6 Monaten ein. Zur Begründung der Befristung nahm der Arbeitsvertrag ausdrücklich Bezug auf das Teilzeitbefristungsgesetz, das nach einer Änderung durch die rot-grüne Regierungskoalition in Berlin die Möglichkeit vorsah, Personen über 52 Jahre befristet einzustellen, ohne dass es für die Befristung – wie sonst – eines sachlichen Grundes bedurfte. Nach Abschluss des Vertrages berief sich Herr Mangold auf das Verbot der Diskriminierung aus Gründen des Alters, wie es in einer EG-Richtlinie speziell für Arbeitsverhältnisse vorgesehen ist: Personen über 52 würden durch das deutsche Gesetz schlechter behandelt als jüngere Arbeitnehmer. Auf Vorlage des Arbeitsgerichts München entschied der EuGH, dass die fragliche Richtlinie zwar zu dem maßgeblichen Zeitpunkt im Juni 2003 in den Mitgliedstaaten noch nicht in nationales Recht umgesetzt sein musste. Doch komme in der Richtlinie und anderen Rechtsakten ein allgemeiner Grundsatz des Gemeinschaftsrechts zum Ausdruck, wonach die Diskriminierung aus Gründen des Alters verboten sei; dieser Grundsatz werde von der deutschen Regelung verletzt. Um dieses Urteil ist eine sehr heftige Kontroverse ausgebrochen, in der sich auch der frühere Bundespräsident Herzog mit einem Zeitungsartikel ("Stoppt den EuGH") zu Wort gemeldet hat. Nach dem Lissabon-Urteil des Bundesverfassungsgerichts sehen manche in der Entscheidung Mangold des EuGH ein Beispiel für einen "ausbrechenden" Akt der EG, dem nicht Folge zu leisten ist. Darüber muss das Bundesverfassungsgericht demnächst entscheiden. (3. EuGH 22.11.2005, Rs. C-144/04 (Mangold))
Gesellschaftsrecht / „VW-Gesetz“
Im Zuge der Privatisierung der Volkswagenwerk GmbH und deren Umwandlung in eine Aktiengesellschaft im Jahre 1960 entstand das VW-Gesetz. Im Rahmen dieses Gesetzes wurden der öffentlichen Hand Sonderrechte eingeräumt, die deren Einfluss auf den Automobilhersteller erhalten sollten. Drei der darin festgelegten Sonderrechte waren Gegenstand des EuGH-Urteils in der Rechtssache C-112/05 der Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland: Erstens die Begrenzung der Stimmrechte auf 20 Prozent, auch wenn der Aktionär über mehr als 20 Prozent der Anteile verfügt; zweitens eine verbindlich vorgeschriebene Entsendung von Behördenvertretern in den Aufsichtsrat und drittens die Notwendigkeit einer qualifizierten Mehrheit von mehr als 80 Prozent des Grundkapitals für Grundlagenentscheidungen – und damit eine Sperrminorität von 20 Prozent statt der im deutschen Aktienrecht üblichen 25 Prozent. Die EU-Kommission sah in diesen Regelungen ein Hindernis für ausländische Investoren und reichte nach langjährigem Streit mit der Bundesregierung am 12. März 2005 Klage beim EuGH ein. In seinem Urteil vom 23. Oktober 2007 entschied der EuGH, dass das VW-Gesetz gegen die Kapitalverkehrsfreiheit gemäß Artikel 56 EG verstößt. Daraufhin legte die Bundesregierung im Mai 2008 den Entwurf eines neuen VW-Gesetzes vor, das zwar auf zwei der Sonderrechte (Höchststimmrechte und Entsenderechte) verzichtete, die Sperrminorität von 20 Prozent aber beibehielt. Im Juni 2008 leitete die Kommission erneut ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen nicht erfolgter Umsetzung des EuGH-Urteils ein und verschärfte dies im November 2008. Möglicherweise steht 2009 eine weitere Klage der Kommission beim EuGH bevor.
02. Juli 2009 / bid-Redaktion
Dr. Volker Römermann (Hrsg.)
Münchner Anwaltshandbuch GmbH-Recht
Mit Checklisten, Formulierungsvorschlägen, Fallbeispielen und Praxistipps
Das am 1. November 2008 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) hat erhebliche Einschnitte in das GmbH- und das Insolvenzrecht mit sich gebracht. Die 2. Auflage ist hochaktuell und bringt das bisher vorliegende Handbuch nun auf den neuen Rechtsstand Januar 2009. Insbesondere die umfassende Reform des GmbH-Rechts durch das MoMiG ist durchgehend eingearbeitet. Auch der Entwurf zur Bilanzrechtsmodernisierung (BilMoG) ist bereits berücksichtigt worden.
Sämtliche Beiträge wurden gründlich aktualisiert und optimiert, Gesetzgebung, Rechtsprechung und Literatur werden auf dem neuesten Stand erörtert. Zur neuen Unternehmergesellschaft, für die die Gründung mit einem Musterprotokoll wesentlich vereinfacht wurde, ist ein eigenes Kapitel aufgenommen worden. In seinem Aufbau folgt das Handbuch dem Lebenszyklus einer Gesellschaft von der Gründung bis zur Liquidation, notfalls Insolvenz, und ist daher besonders gut auch als Nachschlagewerk für die täglichen Herausforderungen geeignet.
Der Herausgeber, Rechtsanwalt Dr. Volker Römermann, ist ein ausgewiesener Spezialist des GmbH-Rechts. Die weiteren namhaften Autoren sind ebenfalls aufgrund ihrer anwaltlichen und wissenschaftlichen Tätigkeit mit dem GmbH-Recht besonders vertraut und vermitteln eine umfangreiche Praxiserfahrung. Der Band wendet sich an Rechtsanwälte, Fachanwälte, Notare, Geschäftsführer und Unternehmensjuristen.
Bearbeiter des Handbuches:
Dr. Heino Büsching, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht und Steuerberater, Prof. Dr. Barbara Grunewald, Dr. Alexander Hamminger, Rechtsanwalt und Steuerberater, Friedrich Graf von Kanitz, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Dr. Christof Kautzsch, Rechtsanwalt, Dr. Michael W. Leistikow, Rechtsanwalt, Prof. Dr. Tobias Lenz, Rechtsanwalt, Dr. Dieter Leuering, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht, Dr. Gunnar Matschernus, Rechtsanwalt, Dr. Norbert Meister, Rechtsanwalt, Steuerberater und Notar, Prof. Dr. Lutz Michalski, Dr. Felix Mühlhäuser, Rechstanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht und Steuerberater, Dr. Malte Passarge, Rechtsanwalt, Prof. Dr. Gerhard Picot, Rechtsanwalt, Dr. Volker Römermann, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht sowie für Arbeitsrecht, Dr. Alexandra Schluck-Amend, Rechtsanwältin, Henning Schröder, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht sowie für Steuerrecht, Dr. Christoph H. Seibt, LL.M., Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht, Attorney-at-Law (NY), Dr. Harald Selzner, Rechtsanwalt, Dr. Emanuel P. Strehle, Rechtsanwalt, Dr. Matthias Terlau, Rechtsanwalt, Thomas Wachter, Notar, Dr. Jobst Wellensiek, Rechtsanwalt, und Dr. Götz Tobias Wiese, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht und Steuerberater
10. Juni 2009 / bid-Redaktion
Bauer / Diller
Wettbewerbsverbote
Rechtliche und taktische Hinweise für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Im Mittelpunkt stehen viele ungelöste AGB-rechtliche Fragen. Besonders wichtig für die Praxis wirkt sich die BAG-Entscheidung vom 14.8.2007 aus, die die bisher empfohlene Formulierung für Vertragsstrafeversprechen als AGB-widrig verworfen hat. Dies führt zu einer Vielzahl an nunmehr unwirksamen Vertragsstrafeversprechen in bestehenden Verträgen.
Komplett überarbeitet wurde das Kapitel zu Wettbewerbsverboten mit Organmitgliedern mit erheblichen Auswirkungen auf die Kautelarpraxis. Zum Thema „Management-Buy-outs“ ist nun auch die Problematik des Zusammentreffens arbeitsrechtlicher Wettbewerbsverbote mit solchen in Gesellschafts- und Unternehmenskaufverträgen vertiefter dargestellt. Zahlreiche Beispiele, Muster und Checklisten mit Hinweisen zur praktischen und vor allem taktischen Handhabung runden das Werk ab.
Dr. Jobst-Hubertus Bauer und Dr. Martin Diller, Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht, sind durch die tägliche Praxis mit der Materie der Wettbewerbsverbote bestens vertraut und weisen sich durch zahlreiche Publikationen hierzu als Kompetenzteam aus. Das Werk wendet sich an Richter, Rechtsanwälte, betriebliche Praktiker, Arbeitgeber und Arbeitnehmer und sollte auch auf dem Schreibtisch eines jeden Personalers nicht fehlen.
29. Mai 2009 / bid-Redaktion
Hrsg. Sommerlatte / Mirow / Niedereichholz / von Windau
Handbuch der Unternehmensberatung
Organisationen führen und entwickeln
Typische Themen im Handbuch der Unternehmensberatung (HdU) sind z.B. für die Arbeit beim Mandanten:
Strategie-, Organisations- oder Technologieberatung
Krisen, Sanierung/Restrukturierung, Insolvenz
Personalsuche und -auswahl
Akquisition und Fusion
erfolgsabhängige Honorierung
Datenschutz
Ausschreibung von Beratungsaufträgen
steuer-, vertrags- und gesellschaftsrechtliche Fragen
für das Beraterunternehmen:
Bedeutung der Dienstleistung Unternehmensberatung
Gründung und erfolgreiche Entwicklung eines Beratungsunternehmens
Professionelles Management, wirkungsvolles Marketing
Erfolgsfaktoren fruchtbarer Beratungsprojekte
Zusätzliche Online-Arbeitshilfen und -Checklisten erhöhen den Praxisnutzen des Handbuchs. Weitere Informationen zum HdU in elektronischer Form unter www.UNTERNEHMENSBERATUNGdigital.de.
Unternehmensberatung ist zwar wieder im Aufwind, aber die Erfahrung der gerade erst durchlebten Stagnationsphase hat vielen der Beratungsfirmen deutlich gemacht, dass es auch in ihrer eigenen
Branche grundlegende strategische Herausforderungen gibt, die von nun an verstärkte Aufmerksamkeit erfordern:
die Pflege und Optimierung des Humankapitals als des entscheidenden Unternehmensvermögens,
die systematische Weiterbildung der Mitarbeiter, um einen deutlicheren Kompetenzvorsprung vor den Klienten zu behaupten,
die Sicherung und bewusste Gestaltung der eigenen Reputation und die Unterstützung der Klienten bei deren gezieltem Reputationsmanagement,
das Benchmarking gegenüber den Konkurrenten nach für die Klienten relevanten Kriterien,
der Ausbau neuer Beratungsleistungen, die auf die sich wandelnden Herausforderungen der Klienten-Unternehmen ausgerichtet sind, besonders die der Komplexitätsbeherrschung.
Als die Themen für die 9. Ergänzungslieferung zusammengestellt wurden, ahnte kaum jemand, in welchem Maß die Krise des amerikanischen Immobilien- und Finanzsektors sich zu einer globalen Wirtschaftskrise ausweiten könnte. Mittlerweile beschäftigt die Frage nach der Perspektive alle. Nach jeder Krise geht es wieder aufwärts und vorwärts -- nur wann und wie? Zwei Dinge sollten uns vergangene Krisen gelehrt haben: es wird keine Rückkehr zum Status vor der Krise geben, und Maßnahmen der Krisenbewältigung dürfen nicht die Potenziale für Innovation und neue Geschäftsentwicklungen beeinträchtigen. In diesem Sinn ist die vorliegende 9. Ergänzungslieferung eine Anregung zu antizyklischem Denken, das insbesondere Unternehmensberater ihren Mandanten nahe bringen sollten.
25. Mai 2009 / bid-Redaktion
Georg-R. Schulz
Alles über Arbeitszeugnisse
Form und Inhalt - Zeugnissprache
Nicht ohne Grund werden vor den deutschen Arbeitsgerichten jährlich tausende von Prozessen wegen der Erteilung bzw. Berichtigung von Arbeitszeugnissen geführt. Daher sollte jeder Arbeitnehmer wissen, wie sein Arbeitszeugnis zu verstehen ist. Das Buch wendet sich in erster Linie an Arbeitnehmer und zeigt, dass es auf jede konkrete Formulierung ankommt.
Dieser Rechtsberater entschlüsselt die heute übliche „geheime Zeugnissprache“:
Die rechtlichen Aspekte sind einfach aufbereitet und in einer verständlichen Sprache dargestellt. Zahlreiche Beispiele und Zeugnismuster machen die Aus-führungen anschaulich und geben Arbeitnehmern und Arbeitgebern Hilfestellung bei der Kontrolle und Formulierung von Arbeitszeugnissen.
Die Neuauflage bringt das Buch auf aktuellen Stand, insbesondere vor dem Hintergrund der im Arbeitsrecht so wichtigen Rechtsprechung. Georg-R. Schulz ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht in München. Das Werk wendet sich an Arbeitnehmer, aber auch an Arbeitgeber.
09. April 2009 / bid-Redaktion
Iris Thomsen
Schnelleinstieg Einnahme-Überschuss-Rechnung
Für Freiberufler und Selbstständige
Ein Ratgeber, der dem Leser mit Rat und Tat zur fertigen EÜR hilft, erscheint unter dem Titel „Schnellseinstieg Einnahme-Überschuss-Rechnung“ bereits in der fünften Auflage im Rudolf Haufe Verlag. Aktuell finden sich in der Neuauflage alle wichtigen Änderungen durch die Konjunkturprogramme der Bundesregierung und die Neuregelungen zu den Themen degressive Abschreibung, Sonderabschreibung, Abgeltungsteuer, Künstlersozialkasse, Kinderbetreuungskosten, Handwerksleistungen und Gewerbesteuer. Freiberufler und Selbstständige müssen im Jahr 2009 bei der Einnahme-Überschuss-Rechnung auf zahlreiche Neuerungen achten.
„Anhand von Beispielen, Tabellen und Übungen unterstützten wir den Leser bei der Erstellung der Einnahme-Überschuss-Rechnung“, erklärt die Autorin Iris Thomsen das Erfolgsrezept ihres Buches. „Das funktioniert auch ganz ohne Vorkenntnisse“, so die Autorin weiter. Das Buch enthält eine CD-ROM mit aktuellen Formularen und Arbeitshilfen für die Umsatzsteuererklärung, die Dauerfristverlängerung, eine Kontenübersicht und einen GWG-Rechner.
15. März 2009 / bid-Redaktion
Andreas Wellmann (Hrsg.)
Betriebswirtschaftliche Beratungspraxis für Steuerberater
Grundlagen und Fallbeispiele zu den wichtigsten Beratungsfeldern
Das Buch behandelt die 10 Beratungsbereiche, die sich in der Praxis der Autoren als besonders wichtig herauskristallisiert haben, sowie einen übergreifenden Teil zum Aufbau des Geschäftsfeldes. Zu jedem Bereich werden zwei bis fünf Fallbeispiele entwickelt und systematisch gelöst. Hintergrund sind dabei jeweils die am häufigsten vorkommenden Beratungssituationen. Im Mittelpunkt der Falllösung steht die praktische Umsetzung im Unternehmen: Wo erhält man die notwendigen Daten, und welche Methoden sind im konkreten Fall praktikabel? Die Autoren verzichten auf theoretischen Ballast und setzen vielmehr auf direkt einsetzbare Beratungs-Tipps, Checklisten und Muster.
Die betriebswirtschaftliche Beratung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Verantwortlich dafür sind unter anderem die stark wachsende Zahl von unternehmerischen Nachfolge- und Erbschaftsfällen und das allgemein schwierige unternehmerische Umfeld. Nicht zuletzt die Anforderungen an das Controlling und die Kostenrechnung sowie der Handlungsbedarf durch Basel II haben hier den betriebswirtschaftlichen Beratungsbedarf verstärkt.
Einige Stichworte aus dem Inhalt: Aufbau des Geschäftsfeldes „Betriebswirtschaftliche Mandantenberatung“, Existenzgründung, Strategische Unternehmensplanung, Investitionsrechnung, Unternehmensfinanzierung, Kostenrechung, Planung der Unternehmensnachfolge, Controlling, Operative Unternehmensplanung, Jahresabschlussanalyse Unternehmensbewertung
Herausgegeben von Diplom-Kaufmann Andreas Wellmann unter Mitarbeit von Diplom-Kaufmann Rüdiger Apel, StB Diplom-Betriebswirt Volkmar W.Brettmeier, Diplom-Betriebswirt Jörgen Erichsen, Dr. Dieter Gildenhaar, Diplom-Kaufmann Christian Klett, Dipl.-Kaufmann Jochen Rosenzweig, Diplom-Ökonom Gunter Freiherr von Leoprechting.
02. Februar 2009 / bid-Redaktion
Joachim Brüser
Unternehmensnachfolge
Wie Sie als Mittelständler den Stab weitergeben
Mit seinem Handbuch Unternehmensnachfolge möchte er Unternehmern eine Orientierung geben und sie bei den zahlreichen Planungsschritten unterstützen. „Unabhängig von der Umsetzung im Detail ist die Nachfolgeregelung in jedem Fall ein sehr aufwändiger und komplizierter Prozess, weil unternehmerische, finanztechnische, steuerrechtliche, juristische und menschliche Aspekte in einem Konzept und letztlich in Verträge gebracht werden müssen.“, so der selbstständige Unternehmensberater weiter.
Wer das Thema Unternehmensnachfolge frühzeitig und professionell angeht, sichert die dauerhafte Existenz seines Lebenswerkes und verhindert einen schleichenden Werteverfall der Firma. Der Autor spricht sich für den Idealfall auch für eine Teambildung zum Projekt „Unternehmensnachfolge“ bestehend aus dem Unternehmer zusammen mit Steuerberater, Rechtsanwalt und einem erfahrenen Unternehmensberater aus. Das minimiert zumindest die Risiken der Nachfolgeplanung. Auf 232 Seiten hilft das Buch dabei, die relevanten Kriterien zu erkennen und eine für die individuelle Situation maßgeschneiderte Übergabe- beziehungsweise Übernahmelösung zu entwickeln. Systematisch und praxisnah werden die notwendigen Schritte und Aufgaben vorgestellt, um zur richtigen Zeit die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten und fundiert zu entscheiden, ob eine Nachfolgeregelung innerhalb der Familie angestrebt oder das Unternehmen an Dritte verkauft werden sollte. Fallbeispiele zeigen, wie es gelingt, typische Fehleinschätzungen zu vermeiden. Zudem erläutert der Band, wie der Unternehmenswert ermittelt und steuerliche Rahmenbedingungen vorteilhaft ausgeschöpft werden können. Geklärt wird auch die Frage, wie man eine für Verkauf oder Übertragung günstige Rechtsform findet. 16 Abbildungen sowie ein umfangreicher Checklisten-Fragebogen zur Unternehmensnachfolge erleichtern die Umsetzung in die Praxis. Ein Anhang mit Vertragsmustern, Adressen und Links rundet den Band ab.
Joachim Brüser begleitet seit über 20 Jahren vorwiegend mittelständische Unternehmen in Fragen der Organisation, Finanzierung und Nachfolgeregelung.



