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Interviews zum Thema
08. Dezember 2010 / bid-Redaktion
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BID-GESPRÄCH: Frank-Michael Rommert, Autor und Verleger
"Mehr Zeit für wichtigere Dinge als Papierberge zu haben"
Frank-Michael Rommert, Experte für Ordnung, über die Frage warum er sich so intensiv mit der Mappei-Methode beschäftigt hat und sie für einen Geheimtipp hält
Die Mappei-Methode optimiert den Informationsfluss und erhöht die Produktivität am Schreibtisch spürbar. Kern der Idee ist, Akten zu vereinzeln, um gezielt auf kleine organisatorische Einheiten zugreifen zu können. Hierbei werden die Unterlagen in Mappen aufbewahrt, die wie Karteikarten in Boxen abgestellt werden. Rommert hat vieles ausprobiert und meint das eine Revolution im Büro stattgefunden hat.
bid: Wie kamen Sie zur Mappei-Methode?
Frank-Michael Rommert: In meiner Branche wird nach wie vor viel Papier bewegt: Ideen, Manuskripte, Fotos, Illustrationen, Verträge, Briefe – all diese Unterlagen müssen organisiert werden. Wer suchen muss, ist schnell verloren. Bei der Recherche nach leistungsfähigen Organisationsmitteln habe ich vieles ausprobiert: Hängemappen, Aktenordner, Pultordner, Schnellhefter, Prospekthüllen. Durch den netten Tipp eines Freundes stieß ich schließlich auf die Mappei-Methode. Sie überzeugte mich, und so nutze ich die Instrumente inzwischen seit Jahren.
bid: Und wieso haben Sie über die Mappei-Methode gleich ein Buch geschrieben?
Rommert: Als ich mich mit der Mappei-Methode auseinandersetzte, hätte ich gern ein Buch als Entscheidungshilfe gehabt. Es gab aber keins. Die Firma MAPPEI bietet zwar an, kostenlos und unverbindlich einen Berater vorbeizuschicken. Nach erstem Zögern habe ich von diesem Angebot auch Gebrauch gemacht. Aber ein Buch, mit dem ich das System hätte kennenlernen können, wäre mir im ersten Schritt lieber gewesen. Hier sah ich eine Art Marktlücke: Da es noch kein Buch zu diesem intelligenten Organisationsansatz gab, entschloss ich mich, selbst eins zu schreiben, und zwar durch die Brille des Anwenders. Das Buch ist daher eine Art Gebrauchsanweisung. Es zeigt, was Sie mit den Produkten alles machen können. Zudem finde ich es spannend, eine Methode bekannt zu machen, die bisher fast ein Geheimtipp ist, denn zu MAPPEI finden die Anwender bislang vor allem so wie ich: Über persönliche Kontakte. Der Umgang mit Akten gilt vielen Menschen als lästig und kraftzehrend. Doch hat längst eine Revolution stattgefunden, die den Büroalltag leichter macht. Nur hat es noch keiner gemerkt. Das Buch ist ein kleiner Beitrag, dies zu ändern.
bid: Haben Sie sich so intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, weil Sie Ordnung lieben?
Rommert: Nein. Ich wache nicht morgens auf und denke: „Was kannst Du heute aufräumen?“ Ich denke eher: „Warum kann ich nicht noch eine Stunde länger schlafen?“ Ich habe mich so intensiv mit der Mappei-Methode beschäftigt, weil sie es mir ermöglicht, den Kopf frei zu bekommen und mehr Zeit für wichtigere Dinge als Papierberge zu haben.
bid: Was war für Sie der Aha-Moment, der Sie überzeugte?
Rommert: Ich gab der Methode eine Chance, wobei ich die Latte sehr hoch hängte: Das erste Projekt, das ich mit MAPPEI organisierte, war ein Buch, bei dem ich schriftliche Unterlagen von mehr als hundert regelmäßigen Ansprechpartnern mit einem Griff zur Hand haben musste. Früher hätte ich das mit Aktenordnern gemacht. Die passen freilich nicht alle an den Schreibtisch. Wenn jemand anrief, musste ich also erst aufstehen, den Ordner holen, suchen – während der Gesprächspartner wartete. Oder ich musste zurückrufen, um dann festzustellen, dass mein Gesprächspartner in einer Sitzung ist. Auf diese Weise kann man viel Zeit verlieren, ohne dass man das groß bemerkt. Nachdem ich dieses Projekt mit der Mappei-Methode organisierte, lief es anders: Da durch die Einstellmappen kein Platz verschwendet wird, konnte ich sämtliche Unterlagen direkt am Arbeitsplatz aufbewahren. Rief jemand an, konnte ich die zugehörige Mappe sofort in die Hand nehmen und die nötigen Papiere mit einem Blick erfassen. Damit hatte das System die Nagelprobe erfolgreich bestanden. Was mich ebenfalls überzeugt hat, war die Tatsache, dass durch die Anwendung der Mappei-Methode Ordnung nebenbei entsteht und durch die ganz neue Übersicht die Arbeit flüssiger von der Hand geht und so mehr Freude macht.
bid: Behindert eine gute Ordnung nicht die Kreativität?
Rommert: Im Gegenteil – eine gute Ordnung unterstützt kreative Prozesse. Sie können sich besser auf Ihre Ideen konzentrieren, wenn Sie nicht andauernd dadurch abgelenkt werden, dass Sie etwas suchen müssen. Der Autor des Kinderbuchklassikers „Pu der Bär“, Alan Alexander Milne, meinte mal mit einem Augenzwinkern: „Einer der Vorteile der Unordentlichkeit liegt darin, dass man dauernd tolle Entdeckungen macht“. Im privaten Kontext mag das okay sein. Im Beruf ist Unordnung aber unprofessionell. Sie kostet Zeit und Nerven und hält uns davon ab, unsere Ziele zu erreichen – und das muss nicht sein.
bid: Herr Rommert, wir danken Ihnen für dieses bid-Gespräch.
Das Gespräch führte unsere Kollegin Kathrin Piepenbrock
04. August 2008 / bid-Redaktion
BID-GESPRÄCH: Ulf Lunge, Unternehmer
"Ich habe keine Lust, Leuten auf der anderen Seite des Planeten zu sagen, wie sie Schuhe zu bauen haben"
Unternehmer Ulf Lunge über seine Laufschuhmanufaktur, billige Schuhe aus Asien, Vorteile am Standort Deutschland und „Made in Germany“
bid: Herr Lunge, achten Sie beim Einkaufen besonders darauf, wo die Ware herkommt?
Lunge: Ja, absolut. Ich gucke, wo ich kaufe und was ich kaufe und ich gucke ganz genau, was das für Zeug ist. Und wenn nichts drauf steht, weiß ich auch, dass es aus China kommt.
bid: Sie betreiben in Hamburg und Berlin mehrere Sportschuhläden – wie hoch ist der Anteil der Waren, die aus Asien kommen?
Lunge: Ich würde mal sagen: 100 Prozent. Es gibt ja keine Alternativen im Moment, die Anbieter, die solche Waren herstellen, bauen alle in Asien.
bid: Wie sieht es denn generell mit Schuhen aus Deutschland aus?
Lunge: Es gibt in Deutschland 96 Betriebe in der Branche, die Schuhe bauen, darunter 12 Marken. Diese Betriebe sind sehr gut aufgestellt, teilweise auch in internationaler Kooperation...
bid: ...von denen aber niemand Laufschuhe produziert. Was hat für Sie den Ausschlag gegeben, das selbst in die Hand zu nehmen und im mecklenburgischen Düssin eine Schuhmanufaktur aufzubauen?
Lunge: Bei diesem Segment erwarten die Leute Top-Qualität. Und da haben wir die Vision gehabt, dass man das noch ein bisschen besser machen kann, als die Produkte, die momentan aus Asien vorliegen. Ich habe nichts gegen Asien, aber wenn die Qualität nicht stimmt, muss alles dafür getan werden, dass sich das verbessert.
bid: Sie haben sich also vor allem wegen der schlechten Qualität der Konkurrenz entschieden, selbst in Deutschland zu produzieren?
Lunge: Absolut.
"Klar wäre es verlockend, zu sagen: Wir verkaufen in der Top-Preislage und lassen den Schuh in Asien bauen. Aber das muss nicht sein.“
bid: Auch wegen der oft unmenschlichen Arbeitsbedingungen bei den asiatischen Zuliefern für die großen Sportartikelhersteller?
Lunge: Natürlich hat man das im Hinterkopf. Aber unsere Initiative trägt sich nicht einfach aus dem sozialen Aspekt, sondern es muss für den Kunden schon ein handfestes Argument geben, unsere Schuhe zu kaufen. Weil klar ist: Wenn ich hier fertige, wird der Schuh auf jeden Fall teurer. Da kommt man nicht drum herum. Und das knallharte Argument ist eine bessere Qualität der Grundmaterialien, eine nachhaltigere Produktion, eine bessere Kontrolle über das Endprodukt, auch die Produktion von kleineren Serien ist möglich – das sind die Punkte, die das Ding am Leben halten. Und klar, mich freut ganz besonders, dass wir das in Mecklenburg machen.
bid: Aber warum gab es das früher noch nicht, Sportschuhe gefertigt in Deutschland?
Lunge: Das ist in Deutschland ein Zehnkampf - und sie müssen in jeder Disziplin sehr gut sein. Die Genehmigungsverfahren sind sehr schwierig, sie müssen Investitionsentscheidungen treffen, ohne dass sie vorher wissen, wo die Reise hingeht. Aber niemand will den Kopf hinhalten für etwas, was man nicht überblicken kann, wo man nicht weiß, ob alle zehn Behörden zustimmen werden. Unser Bauchgefühl und unsere Erfahrung haben uns das erleichtert, diese schwierige Entscheidung zu treffen und zu sagen: Ja, das packen wir.
bid: Sind die Löhne dabei das Hauptproblem?
Lunge: Natürlich sagen sich viele Produzenten: „Mensch, ist ja teuer hier“. Wobei die Löhne nicht der einzige Kostenfaktor sind, wir haben hier insgesamt eine etwas höhere Kostenstruktur, es gibt bürokratische Hindernisse, es müssen diverse Vorschriften beachtet werden. Wenn man zum Beispiel die deutschen Bauvorschriften aller Bundesländer zusammennimmt sind das inzwischen über 500.000 Seiten. Das überblickt keiner mehr – und das sind nur die Bauvorschriften. Aber da wir uns mit unseren Produkten schon in der oberen Preislage bewegen, haben wir Kunden, für die der Preis nicht so eine große Rolle spielt. Die wissen, für 200 Euro bekommen sie ein Produkt, dass sie zwei Jahre lang nutzen können und das für ihre Gesundheit entscheidend ist.
Klar wäre es verlockend, zu sagen: Wir verkaufen in der Top-Preislage und lassen den Schuh in Asien bauen. Aber das muss nicht sein. Wir sind glücklich hier, wir haben die Produktion voll unter Kontrolle, wir können auf technisches Know-How zurückzugreifen, auf Schuhfachleute, die genau wissen, wie man’s macht. Ich sehe durchaus die Chance, in Deutschland wettbewerbsfähig technische Laufschuhe zu bauen.
bid: Sie haben es früher ja bereits versucht, in Asien zu produzieren.
Lunge: Ja, wir haben 12.000 Paar Schuhe in Korea produzieren lassen und hier verkauft, das waren drei Produktionen a 4000 Paar. Wir waren am Anfang auch recht hoffnungsvoll, dass wir das hinkriegen – aber das funktioniert eben nicht.
bid: Haben Sie die dortigen Produktionsbedingungen überprüfen können?
Lunge: Nein, keine Chance. Erstens stand die Fabrik irgendwo in der Pampa, wir kriegten nicht mal einen richtigen Flug da hin, und wenn man da ist, kann es sein, dass die Produktion verlegt ist – und man kommt zurück und hat nichts gesehen. Es ist unheimlich schwer, das gut hinzubekommen. Weil ich nicht im Voraus 180 Punkte aufschreiben kann, worauf die bei der Produktion zu achten haben. Ich muss den Schuh sehen und dann entscheiden, ob ich das so akzeptieren kann. Und ich habe keine Lust, Leuten auf der anderen Seite des Planeten zu sagen, wie sie Schuhe zu bauen haben. Wobei dann ja noch das Problem dazukommt, dass die auch für andere Firmen produzieren.
bid: Nike und Adidas werden regelmäßig hinsichtlich der unmenschlichen Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben kritisiert. Ist das eine Thematik, mit der Sie sich auch schon auseinandergesetzt haben?
Lunge: Für uns als Händler ist das eine Problematik, auf die wir keinen Einfluss haben. Ich weiß nicht, unter welchen Umständen ein Schuh gebaut wurde, der in unseren Läden steht. Hin und wieder haben wir ein paar Schuhe, wo wir uns fragen: Warum riecht der so komisch, und hört gar nicht auf zu riechen? Da hat nichts zu riechen an so einem Schuh und das kann dann nur eine Ausdünstung sein von einem Material, was mit Sicherheit nicht gesundheitsfreundlich ist.
Nike selber allerdings hat gesagt: Ihr, die Weltöffentlichkeit, müsst uns helfen, wir haben weltweit 700 Fabriken, wir können das nicht alleine kontrollieren, wir brauchen dazu politische und menschliche Hilfe.
bid: Für Nike & Co. gilt also die Unschuldsvermutung?
Lunge: Das kann ich nicht beurteilen. Ich sehe die Situation, dass die Welt wahnsinnig viel Sportartikel haben will und die Großen dastehen und das Zeug produzieren lassen müssen. Und da kann man mit vertretbarem Aufwand nur gewisse Kontrollen machen. Was die Arbeitsbedingungen anbelangt: Sie können natürlich so eine Fabrik besichtigen, vielleicht sieht dann auch alles in Ordnung aus. Aber ob die Leute Zugang zur Toilette haben, wie oft die während der Arbeit aufstehen dürfen, was im Krankheitsfall passiert – das weiß man ja alles gar nicht. Da gibt es mit Sicherheit Mängel, nur ist es schwierig, dort Einfluss zu nehmen.
bid: Warum?
Lunge: Weil man in Dinge eingreift, die in den Ländern gusto sind. Es ist schwierig, dort andere Sitten einzuführen und zu sagen: Ihr müsst euch eine Krankenversicherung besorgen. Das ist unsere Denke hier, aber in den Ländern sehen die das häufig ganz anders. Die denken: Toll, dass ich jetzt einen Job habe. Unsere Firmen nutzen das halt, die gehen gerne woanders hin, wo man sich noch mehr freut über einen Job und mit noch weniger zufrieden ist.
bid: Was zu immer niedrigeren Dumping-Löhnen führt.
Lunge: Aber ich denke, damit ist Schluss, wenn der letzte Winkel der Welt erobert ist und ein gewisser Wettbewerb eintritt. Es gibt Umfragen, wonach von den heutigen Schulabgängern in China 100 Prozent sagen, sie möchten nicht in einer Fabrik arbeiten. Das lässt natürlich hoffen.
Wir haben es ja zum Beispiel in Polen erlebt, wie schnell sich die Löhne entwickeln können. Die haben jetzt schon einen Lohn für einen Arbeiter von 600 Euro im Monat, wo ich mich an Zeiten erinnern kann, als die noch 150 Euro gekriegt haben. Das geht ganz schnell und es kann auch mit China oder Indien passieren, dass die Produktion dort sehr schnell teurer wird. Bis jetzt kann man das, wenn man so will, als Entwicklungshilfe sehen, dass Leute etwas hier verkaufen und dort produzieren lassen. Durch die Öffnung Chinas hat sich damals ein riesiger Produktionsmarkt geöffnet, die Preise sind weltweit runter gegangen, viele haben ihre Produktion dorthin verlagert - aber das ist ein Trend, der irgendwann ein Ende findet.
bid: Es gibt Berechnungen wonach vom Preis eines in Asien gefertigten Markensportschuhs nur 0,5 Prozent an den Fabrikarbeiter gehen. Ihre ersten Schuh-Modelle werden rund 200 Euro kosten, wie hoch ist der Anteil, den der Arbeiter erhält?
Lunge: Bei uns kriegen die Leute brutto 7,50 Euro die Stunde. Die Lohnnebenkosten dazugerechnet kostet uns die Stunde etwas über 10 Euro.
bid: Und wie lange benötigt ein Paar Schuhe in der Produktion?
Lunge: Das können wir noch nicht sagen, da wir noch handwerklich fertigen, und so dauert das noch einen halben Tag.
bid: Kommen die Materialien, die Sie verarbeiten, alle aus Deutschland?
Lunge: Nein, viele Spinnstoffe werden aus Italien oder Fernost importiert. Da kommen wir nicht drum herum, weil es hier keine Hersteller mehr gibt, zum Beispiel für PU-Leder.
"Wir werden unsere Schuhe mit Namen aus der Musik benennen. Weil es bei der Schuhproduktion ja auch um Komposition geht, um eine Schöpfung."
bid: Wie wichtig wird für Sie das Siegel „Made in Germany“ als Marketing-Faktor sein?
Lunge: Das zieht natürlich enorm, weil sich viele Käufer sehr wohl damit fühlen. Weil wir von den Behörden überprüft werden, unsere Lieferanten auch, was hinten rauskommt ist in jeder Hinsicht sauber. Wir erfüllen alle Normen, mit Berufsgenossenschaft, den Sozialabgaben usw. – das ist schon ein gutes Gefühl.
Wir würden als neuer Hersteller auch viel länger brauchen, uns durchzusetzen, wenn auf den Schuhen „Made in China“ drauf stehen würde. Bei „Made in Germany“ gibt es viele, die sagen: Das finde ich toll, das will ich unterstützen, auch wenn es ein bisschen mehr kostet.
Allerdings nützt uns dieser Kredit nichts, wenn wir nicht die entsprechende Qualität bringen. Und das aus dem Stand zu schaffen, war schon nicht so einfach.
bid: Die Auslieferung der ersten beiden Modelle haben Sie mehrfach verschoben.
Lunge: Wir haben das erste Jahr nur damit zugebracht, die Maschinen einzurichten und die Produktionstechnik zu beherrschen, da gab es tausend Sachen, die wir immer wieder ändern mussten. Das hat uns teilweise auch etwas zurückgeworfen. Jetzt wissen wir aber, wie es geht und die nächste Modelle werden wir schneller entwickeln können.
bid: Planen Sie denn auch, Schuhe für andere Bereiche herzustellen?
Lunge: Sicher möchten wir irgendwann auch andere Sportarten mit abdecken, Walking zum Beispiel. Und wir haben schon Ideen für gewisse Freizeitschuhe. Aber alles Schritt für Schritt. Wir arbeiten in Düssin jetzt mit acht Leuten, im Herbst werden es wahrscheinlich 15 sein, die müssen auch erst mal angelernt werden - das ist ein Wachstumsprozess.
bid: Sie haben die ersten beiden Schuhmodelle mit C-Dur und a-Moll bezeichnet. Hat das einen bestimmten Hintergrund?
Lunge: Ja, wir haben auf dem Dach unserer Manufaktur einen Turm, den wir uns auch als Markenzeichen haben schützen lassen. Und der ist mit zwei liegenden Notenschlüsseln verziert. Da haben wir uns gedacht: Das ist der Klang, den wir brauchen. Wir werden unsere Schuhe deshalb mit Namen aus der Musik benennen. Weil es bei der Schuhproduktion ja auch um Komposition geht, um eine Schöpfung.
bid: Herr Lunge, wir danken Ihnen für dieses bid-Gespräch.
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