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Aktuelle Nachrichten
01. August 2011 / bid-Redaktion
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Investoren verkaufen Beteiligungen
Private Equity-Markt auf Erholungskurs
Zahl der Transaktionen im ersten Halbjahr gestiegen
Besonders stark gestiegen ist die Zahl der Unternehmensverkäufe aus dem Portfolio von Finanzinvestoren: Insgesamt trennten sich die Investoren im ersten Halbjahr von 43 Unternehmensbeteiligungen und erlösten dabei 8,8 Milliarden Euro. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young, die den deutschen Private Equity-Markt untersucht.
„Auf dem deutschen Private Equity-Markt geht es wieder aufwärts, die Talsohle scheint durchschritten“, stellt Joachim Spill, Leiter des Bereichs Transaction Advisory Services bei Ernst & Young EMEIA, gegenüber dem Badenia-Informationsdienst (bid) fest. Als wich-tiges Anzeichen für die Erholung wertet Spill den starken Anstieg der Exits: „Die Zahl der Exits hat sich im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2010 mehr als verdoppelt, der Transaktionswert hat sich sogar vervier-facht – so viel haben die Investoren zuletzt im Boomjahr 2007 bei Ver-käufen erlöst“. Hauptgründe für den starken Anstieg bei den Exits sind laut Spill das verbesserte Börsenumfeld und das wiedererwachte Inte-resse strategischer Käufer: „Immer mehr Industrieunternehmen sind dank gut gefüllter Kassen wieder bereit und in der Lage, Konkurrenten aus dem Portfolio von Finanzinvestoren zu übernehmen und dafür ak-zeptable Preise zu bezahlen“, so Spill. Die Private Equity-Firmen nutzen dieses verbesserte Umfeld, um verstärkt aus Firmen auszusteigen – nicht zuletzt, um Gelder an ihre Investoren auszuschütten und sich so für neue Finanzierungsrunden zu empfehlen. Zudem wird wieder Kapital frei für neue Investitionen.
Nachdem bereits 2010 erstmals seit 2007 auch wieder Ausstiege per Börsengang möglich waren, setzte sich dieser Trend in diesem Jahr fort: Vier Beteiligungen wurden im ersten Halbjahr erfolgreich an die Börse gebracht, dabei wurden insgesamt 700 Millionen Euro erlöst. Am häu-figsten verkauften die PE-Gesellschaften aber an strategische Investo-ren: 24 Transaktionen spülten insgesamt 5,9 Milliarden Euro in die Kas-sen der Finanzinvestoren.
Mittelgroße Transaktionen dominieren - Engpass bei Kaufobjekten
Während es im Krisenjahr 2009 immerhin noch zwei große Transaktio-nen im Wert von über 1 Mrd. Euro gegeben hatte, fand im Jahr 2010 nur eine Transaktion in dieser Größenordnung statt. Im ersten Halbjahr 2011 war kein einziger „Mega-Deal“ mehr zu verzeichnen. Mit einem Volumen von mehr als 900 Millionen Euro war der Verkauf des Carbon Black-Geschäft von Evonik an den Finanzinvestor Rhône Capital die größte Transaktion – gefolgt vom Erwerb der Jack Wolfskin GmbH durch Blackstone, der Schätzungen zufolge ein Volumen von 700 Millionen Euro hatte. Fünf weitere Transaktionen lagen zwischen 100 und 500 Millionen Euro.
„Obwohl die Banken durchaus wieder bereit sind, größere Transaktionen mit zu finanzieren, werden Milliarden-Deals mittelfristig die Ausnahme bleiben“, erwartet Wolfgang Taudte, Partner bei Ernst & Young. Eine Rückkehr zum Rekordniveau der Boomjahre hält er zudem für ausge-schlossen – was auch am Fehlen von Zielunternehmen liege: „Es man-gelt derzeit nicht an Kapital sondern an attraktiven größeren Kaufobjek-ten“. Ob es also in den kommenden Monaten zu einem weiteren Auf-schwung am deutschen Private Equity-Markt komme, sei unsicher, so Taudte. Dem stehen auch die anhaltenden Turbulenzen an den Finanz-märkten im Zusammenhang mit der europäischen und US-Schuldenkrise im Wege, die zu einer Verunsicherung auf Seiten der Investoren führe. Zudem blicken die großen PE-Gesellschaften zuneh-mend in Richtung Schwellenländer und halten dort Ausschau nach Kaufgelegenheiten: „Der Trend geht eindeutig in Richtung Emerging Marktes – dort wittern die Investoren derzeit die größten Chancen“. Al-lerdings zeigen zunehmend auch Investoren aus Schwellenländern Inte-resse an deutschen Unternehmen: So wurden zum Beispiel die deut-schen Automobilzulieferer Preh, Saargummi und KSM Castings von Private Equity-Gesellschaften an chinesische Bieter verkauft.
Aufschwung auch auf dem M&A Markt
Nicht nur Finanzinvestoren steigerten im ersten Halbjahr ihre Aktivitäten in Deutschland, auch der Markt für Fusionen und Übernahmen, bei de-nen strategische Investoren andere Unternehmen aufkauften, legte in den vergangenen Monaten deutlich zu: Die Zahl der M&A-Deals (ohne Private Equity) in Deutschland stieg im ersten Halbjahr 2011 im Ver-gleich zum Vorhalbjahr um 16 Prozent von 160 auf 185. Beim Transakti-onswert war ein Anstieg um 43 Prozent von 14,8 auf 23,2 Milliarden Euro zu verzeichnen.
„Der M&A-Markt hat in den vergangenen Monaten insgesamt wieder deutlich an Dynamik gewonnen, Die Investoren halten wieder verstärkt Ausschau nach attraktiven Zielunternehmen, und angesichts der erheb-lichen Barreserven vieler Unternehmen sind zumindest mittelgroße Zu-käufe derzeit kein Problem“ so Spill. Aber auch die Banken sind wieder eher bereit, die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung stellen. „Die Finanzierungsbedingungen haben sich deutlich verbessert“, berichtet Taudte: „Bei Übernahmen sind inzwischen wieder Fremdfinanzierungs-anteile von 60 bis 70 Prozent möglich“.
Ernst & Young* ist eine der drei großen deutschen Prüfungs- und Beratungsor-ganisationen. In der Steuerberatung ist Ernst & Young deutscher Marktführer. Ernst & Young beschäftigt 6.900 Mitarbeiter an 22 Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2009/2010 einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro. Gemeinsam mit den 141.000 Mitarbeitern der internationalen Ernst & Young-Organisation betreut Ernst & Young Mandanten überall auf der Welt.
Ernst & Young bietet sowohl großen als auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steu-erberatung, Rechtsberatung, Transaktionsberatung, Advisory Services und Immobilienberatung.
18. Juli 2011 / bid-Redaktion
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Perspektive 2020
Deutscher Beratertag am 29. und 30. September 2011 in Köln
Rüstzeug für die künftigen Anforderungen an die Consultingpraxis erhalten
Eine Vielzahl von Experten aus Wirtschaft, Medien, Unternehmensberatung und Wissenschaft bringt hierfür ihre neuesten Erkenntnisse in den Deutschen Beratertag 2011 ein. Wechselnde Formate – von Speedpräsentationen über Doppelvorträge bis hin zu einem Plenumsworkshop – sollen dafür sorgen, dass der Aufmerksamkeitspegel der Teilnehmer während der beiden Kongresstage hoch bleibt.
Aus dem Themenangebot:
- „Wohin geht die Reise? Die Entwicklung der internationalen Consultingmärkte“
- „Werden wir 2020 gesellschaftlich, ökonomisch und machtpolitisch in Deutschland schon abgehängt sein?“
- „Unternehmensberatung: Heute wissen, morgen umsetzen, übermorgen punkten“
- „China 2020 – Warum es für große und kleine Unternehmen in Deutschland riskant ist, das Reich der Mitte strategisch nicht zu beachten“
- „Den Unternehmen geht der Nachwuchs aus … und Deutschland investiert in die falschen Berufe“
- „Management 2020 – Renaissance oder Verschrottung der Werte in der Unternehmensführung?“
- „Technik und Mensch 2020 – Symbiose oder Störer?“
Verleihung BDU Manager- und CompanyAwards
Im Rahmen des Festabends am 29. September 2011 findet zum Abschluss des ersten Kongresstages die Verleihung des BDU Manager-Awards und des BDU Company-Awards statt. Bereits zum elften Mal zeichnet der Branchenverband dabei Manager und Unternehmen für herausragende Unternehmensführung aus. Die Preisträger werden der Öffentlichkeit – wie in der Vergangenheit – erst am Abend der Awardverleihung vorgestellt. Zuletzt haben unter anderem Prof. Dr. Götz Werner (dm Drogeriemarkt), Peter Kowalsky (Bionade GmbH) und Peer M. Schatz (Qiagen GmbH) den Manager-Award sowie die Trumpf GmbH, die B.Braun Melsungen AG und die Walter Knoll AG & Co.KG den Company-Award erhalten.
Der Teilnahmepreis beträgt 970 Euro + MwSt.
29. Juni 2011 / bid-Redaktion
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Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Juni 2011
Gute Rahmenbedingungen stärken Konsumklima
Leichter Abwärtstrend der letzten Monate kann gestoppt werden
Die ungebrochene Dynamik der deutschen Wirtschaft sowie die weitere Belebung auf dem Arbeitsmarkt haben die Konjunkturaussichten moderat und die Einkommenserwartungen der Bundesbürger stark ansteigen lassen. Auch die Anschaffungsneigung hat ihre Verluste aus dem Vormonat mehr als kompensiert. Damit gewinnen die guten Rahmendaten wie die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und das gute Wirtschaftswachstum wieder die Oberhand über die "Störfaktoren" Fukushima sowie die Situation im Nahen Osten und Griechenland.
Konjunkturerwartung: moderate Zuwächse
Nachdem die Konjunkturerwartung in den vergangenen Monaten viermal in Folge zurückgegangen ist, legt sie im Juni dieses Jahres wieder zu. Das Plus beträgt 4,2 Punkte. Mit 50,3 Zählern liegt der Indikator damit knapp 45 Punkte über seinem entsprechenden Vorjahreswert.
Damit reagieren die Bundesbürger positiv auf die zuletzt veröffentlichten Zahlen zur Konjunkturentwicklung in Deutschland. Der Start in das Jahr 2011 war überaus dynamisch. Nach den Meldungen des Statistischen Bundesamts wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal mit 1,5 Prozent sehr stark. Im Vergleich zum Vorjahresquartal steht sogar ein Plus von kalenderbereinigt 4,9 Prozent zu Buche. Auch auf Grundlage dieser guten Ausgangsposition haben sowohl eine Reihe von Wirtschaftsforschungsinstituten wie auch die Deutsche Bundesbank ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich nach oben revidiert. Inzwischen gehen die Experten von einem Zuwachs des realen BIP 2011 von mehr als 3 Prozent aus. Das bedeutet, dass sich die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ähnlich dynamisch entwickeln wird wie im vergangenen Jahr. Damals legte sie 3,6 Prozent zu. Korrespondierend zu diesen guten Wachstumsaussichten wird auch die Zahl der registrierten Arbeitslosen weiter sinken und die 3-Millionen-Marke deutlich unterschreiten.
Die guten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen überlagern mögliche Risiken, die aus einer Verschärfung der gegenwärtigen Schuldenkrise sowie einem weiteren drohenden Anstieg der Energiepreise entstehen könnten. Dies zeigt sich auch beim ifo-Geschäftsklimaindex, der im Juni ebenfalls zum ersten Mal seit Februar wieder gestiegen ist.
Einkommenserwartung: deutlicher Anstieg
Den größten Sprung nach oben macht in diesem Monat die Einkommenserwartung. Nach einem Plus von 18,7 Zählern weist der Indikator aktuell 44,6 Punkte auf. Folglich werden die Verluste kompensiert, die die Einkommenserwartung im Verlaufe dieses Jahres bis Mai zu verzeichnen hatte.
Optimistischere Konjunkturaussichten, vor allem die anhaltend positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, sorgen dafür, dass mehr Konsumenten eine Verbesserung ihrer finanziellen Lage erwarten. Zum einen können die gesamten Löhne und Gehälter durch die steigende Anzahl von Erwerbstätigen zunehmen. Zum anderen stärkt eine sinkende Arbeitslosigkeit die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer im Hinblick auf höhere Zuwächse bei den Arbeitseinkommen. Bereits im ersten Quartal sind die Reallöhne laut Statistischem Bundesamt um durchschnittlich 2 Prozent gestiegen.
Gestützt wird diese überaus positive Entwicklung durch die Tatsache, dass sich der Preisdruck auf die Konsumenten zuletzt nicht mehr verstärkt hat. Dazu passt, dass die Preiserwartungen der Verbraucher im Juni kaum noch zugenommen haben und laut Statistischem Bundesamt die Inflation im Mai leicht auf 2,3 Prozent gesunken ist, nachdem sie im April noch 2,4 Prozent betragen hatte.
Anschaffungsneigung: hohes Niveau verbessert
Nach den moderaten Verlusten im Vormonat kann die Anschaffungsneigung im Juni ebenfalls wieder zulegen. Mit einem Plus von 3,6 Punkten wird das Minus aus dem Mai in Höhe von 2,7 Punkten kompensiert. Aktuell weist der Indikator einen Wert von 35,1 Zählern auf.
Positive Konjunktur- und überaus erfreuliche Arbeitsmarktzahlen stärken die Planungssicherheit der Konsumenten, die gerade bei größeren Anschaffungen eine wichtige Rolle spielt. Auch die steigende Einkommenserwartungen sowie die nicht weiter angestiegenen Preiserwartungen bilden darüber hinaus eine weitere wichtige Stütze für den Indikator.
Konsumklima: wieder leicht bergauf
Der Gesamtindikator prognostiziert für Juli einen Wert von 5,7 Punkten nach revidiert 5,6 Zählern im Juni. Damit kann der leichte Abwärtstrend der letzten Monate gestoppt werden. Die überaus guten Rahmenbedingungen in Deutschland, wie das Konjunkturhoch und die steigende Beschäftigung, wirken sich positiv auf den Verbraucher aus.
Nach den Meldungen des Statistischen Bundesamts sind die realen privaten Konsumausgaben im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent gestiegen. Damit leistet die Binnennachfrage einen wichtigen Beitrag zur konjunkturellen Entwicklung und wird ihrer Rolle als wichtige Wachstumsstütze in diesem Jahr gerecht.
Nach wie vor vorhandene Risiken für die Konjunktur, wie die Schuldenkrise in der Eurozone und hohe Energiepreise, sind im Frühsommer dieses Jahres in der Wahrnehmung der Verbraucher etwas in den Hintergrund getreten.
Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie "GfK-Konsumklima MAXX" und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben.
10. Februar 2011 / bid-Redaktion
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Preis hindert oft am Kauf
Bioprodukte stehen auf dem Speiseplan der Europäer
Deutsche und Italiener verzehren am meisten
Dies ergab die aktuelle TNS Studie „Nutrition & Health“, in der insgesamt 7.592 Onliner in den sieben Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Russland und Spanien befragt wurden.
Die „Nutrition & Health“ Online Studie ermöglicht tieferen Einblick in den Konsum von Bioprodukten der Befragten. Neben der Häufigkeit des Verzehrs von Bioprodukten wurden die Teilnehmer auch nach ihrer Motivation für oder gegen deren Konsum befragt.
Die meisten Bioprodukte werden nach den Studienergebnissen von Deutschen und Italienern verzehrt. In Deutschland ergab die Befragung unter 1.000 Teilnehmern, dass sechs Prozent täglich Bioprodukte auf ihrem Speiseplan haben. Bei 23 Prozent wöchentlich und bei 25 Prozent zumindest einmal monatlich. Dagegen sagten 26 Prozent der deutschen Verbraucher, dass sie Bioprodukte nur sehr selten kaufen und 15 Prozent verwenden diese überhaupt nicht. Es ist also noch jede Menge Potenzial für Bioprodukte vorhanden, und das obwohl die Biobauern schon jetzt mit der Nachfrage kaum Schritt halten können, wie eine aktuell veröffentlichte Studie der Universität Bonn belegt.
Gründe für den Verzehr von Bioprodukten
Für 46 Prozent deutschen Verbraucher sind in erster Linie gesundheitliche Aspekte sowie der bessere Geschmack (30 Prozent) und die bessere Umweltverträglichkeit (31 Prozent) die Hauptgründe für den Verzehr von Bioprodukten. 39 Prozent der Niederländer essen Bioprodukte in erster Linie, weil die tierischen Produkte aus artgerechter Haltung stammen. „Der hohe Preis ist jedoch für alle befragten Verbraucher sowohl ein Grund, der sie davon abhält, deutlich mehr Bioprodukte zu essen als auch ein Hinderungsgrund, überhaupt Bioprodukte zu verzehren. Ein günstigerer Preis mit einem gleichzeitig wachsenden Sortiment würde sowohl die Sichtbarkeit, als auch die Kaufbereitschaft stark erhöhen“, sagt Norbert Dube, Account Director Brand & Communication bei TNS Infratest.
Die TNS Studie zeigt ferner auf, dass die Gewohnheiten im Hinblick auf Lebensmittel und Ernährung bei Nutzern von Bioprodukten und denen, die auf Bioprodukte verzichten, relativ unterschiedlich sind. Bei Verbrauchern, die regelmäßig Bioprodukte essen, gehen offenbar eine gesündere Lebensweise und ein höheres Gesundheitsbewusstsein einher. Im Vergleich zur proportionalen Segmentierung in Europa haben Italiener und Holländer offenbar die gesündeste Lebensweise, gefolgt von den Franzosen. Basierend auf dieser Segmentierung ist der Gesundheitszustand der Deutschen und der Briten dagegen am schlechtesten.
TNS Infratest ist das deutsche Mitglied der TNS-Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. TNS, das mit Research International im Februar 2009 fusionierte, ist seit Oktober 2008 Teil der Kantar-Group, dem weltweit größten Netzwerk in den Bereichen Research, Insight und Consultancy. Für Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, IT-/(Tele-) Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest „fact based consulting" und damit den innovativen Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit.
Über Kantar
Kantar gehört zu den weltweit größten Marktforschungs-, Analyse- und Consulting-Netzwerken. Mit der Zusammenführung der vielfältigen Kompetenzen seiner 13 spezialisierten Unternehmen verfolgt Kantar das Ziel, sich für Wirtschaftsunternehmen auf der ganzen Welt zum herausragenden Anbieter von faszinierenden und inspirierenden Einblicken zu entwickeln. Seine 26.500 Mitarbeiter in 95 Ländern bearbeiten das gesamte Spektrum der Forschungs- und Beratungsdisziplinen und befähigen das Unternehmen, seinen Kunden in jeder Phase des Konsumzyklus aussagekräftige Informationen bereitzustellen. Mehr als die Hälfte der Fortune-Top-500-Unternehmen nutzen die Dienstleistungen von Kantar.
01. Februar 2011 / bid-Redaktion
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Innovationserhebung für Deutschland 2010
Mit Schwung aus der Krise
Höchste Innovationsintensität in der Elektroindustrie und im Fahrzeugbau
Dies sind Ergebnisse der jetzt veröffentlichten Innovationserhebung für Deutschland 2010. Sie wird vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung sowie infas - Institut für angewandte Sozialwissenschaft durchgeführt.
Im Jahr 2009 sind die Innovationsausgaben der deutschen Unternehmen um elf Prozent auf 112,1 Milliarden Euro und damit auf das Niveau des Jahres 2005 gefallen. Hauptverantwortlich für diesen Rückgang sind die im Vorjahresvergleich um 22 Prozent gesunkenen Investitionen in Anlagen wie etwa Maschinen, Software und Patente. Demgegenüber reduzierten die Unternehmen ihre laufenden Innovationsaufwendungen, etwa für Personal und Sachmittel, nur geringfügig. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) blieben faktisch konstant.
Die rückläufigen Innovationsbudgets sind eine unmittelbare Reaktion auf die Wirtschaftskrise. Die stark gesunkene Kapazitätsauslastung und die geringe Nachfrage machten Neuinvestitionen in rationellere Verfahren und die Herstellung neuer Produkte unattraktiv. Außerdem wurde die Neueinführung von Produkten hintangestellt, sodass entsprechende Marketingausgaben wegfielen. Die Innovationsausgaben sanken allerdings nicht so stark wie die Umsätze, sodass die Innovationsintensität von 2,72 auf 2,74 Prozent anstieg. Besonders konsequent hielt die forschungsintensive Industrie (Fahrzeugbau, Maschinenbau, Elektroindustrie, Chemie/Pharma) Innovationskurs und erhöhte die Innovationsintensität von 7,7 auf 8,4 Prozent.
2010 und 2011 Anstieg der Innovationsausgaben geplant
Mit dem Konjunkturaufschwung werden auch die Innovationsausgaben wieder steigen. 2010 ist eine Zunahme um sechs Prozent und 2011 um vier Prozent auf 123,4 Milliarden Euro geplant. Damit wäre das Niveau von 2008 (125,8 Milliarden Euro) fast wieder erreicht. Zu beachten ist, dass die Planzahlen noch unter eher zurückhaltenden Konjunkturaussichten im Frühjahr und Sommer 2010 abgegeben wurden. Durch die deutlich günstigere Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2010 und die guten Aussichten für 2011 sind höhere Wachstumsraten der Innovationsausgaben wahrscheinlich.
Höchste Innovatorenquote in Chemie- und Pharmabranche
Das ungünstige Marktumfeld für Innovationen im Jahr 2009 spiegelt sich auch im Anteil der Unternehmen wider, die Produkt- oder Prozess- innovationen eingeführt haben. Über alle Wirtschaftszweige hinweg fiel die sogenannte Innovatorenquote 2009 auf 42,4 Prozent nach 47,2 Prozent im Jahr 2008. Dabei variiert die Innovatorenquote zwischen einzelnen Branchen erheblich. Wie schon in den Vorjahren war 2009 die Chemie- und Pharmabranche besonders erfolgreich, neue Produkte oder Prozesse zu etablieren. Auch die Elektroindustrie, EDV/ Telekommunikation sowie der Fahrzeug- und Maschinenbau zeigten sich innovationsstark. Besonders niedrig war die Innovatorenquote 2009 dagegen im Transportgewerbe, den Unternehmensdiensten, der Entsorgungswirtschaft und dem Großhandel. Für 2010 planten wieder deutlich mehr Unternehmen Innovationsaktivitäten. Ihr Anteil dürfte auf 46 bis 47 Prozent steigen.
Anteil der forschenden Unternehmen stabil
Im Jahr 2009 betrieben in Deutschland rund 30.000 Unternehmen (mit fünf oder mehr Beschäftigten in den in der Innovationserhebung erfassten Branchen) kontinuierlich FuE. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang um rund 1.800 Unternehmen. Da im Krisenjahr 2009 jedoch auch die Anzahl an Unternehmen merklich abnahm, blieb der Anteil der kontinuierlich forschenden Unternehmen mit 11,6 Prozent nur wenig unter dem Spitzenwert aus dem Jahr 2008 (12,1 Prozent). Damit erweist sich die Bereitschaft der kleinen und mittleren Unternehmen, sich kontinuierlich mit FuE zu befassen, als weitgehend krisenresistent.
Niedrigere Umsätze mit neuen Produkten
12,6 Prozent des Umsatzes aller Unternehmen in Deutschland wurden 2009 mit neu am Markt eingeführten Produkten erwirtschaftet. 2008 lag dieser Anteil noch bei 16,3 Prozent. Besonders ausgeprägt war der Rückgang in der forschungsintensiven Industrie. Hier sank der Umsatzanteil mit neu am Markt eingeführten Produkten von 38 auf 32 Prozent. Die Abnahme beim Umsatz mit neuen Produkten ist vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Unternehmen die Einführung neuer Produkte verschoben haben, um der krisenbedingten Nachfrageflaute auszuweichen.
Höchste Innovationsintensität in der Elektroindustrie und im
Fahrzeugbau
Wie schon in den vergangenen Jahren weisen 2009 die Elektroindustrie
(9,6 Prozent), der Fahrzeugbau (9,6 Prozent) sowie die Chemie- und Pharmaindustrie (7,5 Prozent) eine hohe Innovationsintensität auf. Finanzdienstleister und Unternehmen der Energieversorgung reinvestieren dagegen weniger als ein Prozent ihres Branchenumsatzes in Innovationsprojekte.
24. Januar 2011 / bid-Redaktion
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DIHK legt Umfrage zu Erwartungen der Unternehmen an Hochschulabsolventen vor
"Anforderungen des Arbeitsmarktes ernst nehmen"
Vor allem Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein werden erwartet
Demnach können viele Studierende, auch fachlich hervorragende, das Gelernte nur unzureichend im Berufsalltag anwenden. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann betonte gegenüber dem Badenia-Informationsidienst (bid): "Das ist für Unternehmen der Hauptgrund, sich während der Probezeit wieder von neuen Mitarbeitern zu trennen. Hier hat sich in den vergangenen Jahren leider keine Änderungen zum Besseren ergeben." Nach wie vor gibt jeder vierte Betrieb, der sich in der Probezeit von Mitarbeitern wieder getrennt hat, Praxisferne als Grund an. Driftmann appellierte vor diesem Hintergrund an die Hochschulen, die Anforderungen des Arbeitsmarktes ernst zu nehmen und die Studierenden auf ihre späteren Tätigkeiten in der Wirtschaft besser vorzubereiten. Driftmann: "Nicht jeder Student will schließlich später Professor werden."
Die Unternehmen erwarten zudem vor allem Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein von neuen Mitarbeitern. Aber auch persönliche Fähigkeiten, wie selbständiges Arbeiten, sind den Betrieben besonders wichtig.
Immer häufiger finden Unternehmen nicht mehr genügend Hochschulabsolventen für ihre Stellen: 41 Prozent berichten von Problemen bei der Stellenbesetzung - 25 Prozent mehr als noch 2007. Die Unternehmen wollen als Konsequenz in Zukunft vermehrt mit Hochschulen in der Lehre kooperieren und schon früh Kontakt zu den künftigen Fachkräften suchen.
Driftmann wies darauf hin, dass duale Studiengänge stark im Kommen sind: "Sie erfreuen sich bei Unternehmen zunehmender Beliebtheit wegen ihrer Praxisnähe". 38 Prozent der Unternehmen rekrutieren laut Umfrage bereits einen Teil ihrer Fachkräfte über duale Studiengänge, vor allem in Kooperation mit Fachhochschulen und Berufsakademien. 23 Prozent der Unternehmen wollen künftig Mitarbeiter über duale Studiengänge qualifizieren.
"Der Vorteil", so Driftmann, "Studierende erhalten schon während des Studiums praktische Einblicke in das Berufsleben. Und die Lehrinhalte aus der Ausbildung helfen dann beim Verständnis der Theorie in den Vorlesungen und Seminaren. Das Studium ist zwar aufwendig, neben einem Doppelabschluss erhalten Studierende aber bereits ein Ausbildungsgehalt." Gerade in strukturschwachen Regionen seien duale Studiengänge eine gute Möglichkeit, um Fachkräfte in der Region zu halten.“
10. Januar 2011 / bid-Redaktion
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DIHK-Umfrage:
Steigende Rohstoffpreise kosten Wirtschaft 30 Milliarden
Immer mehr Rohstoffanbieter schließen Verträge nur noch für kürzere Zeiträume ab
"Die Rohstoffrechnung fällt für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2010 allein schon aufgrund der Preissprünge um rund 30 Mrd. Euro höher aus als im Vorjahr. Im kommenden Jahr rechne ich mit einem weiteren kräftigen Anstieg der Rohstoffausgaben, da nicht nur die Preise weiter steigen, sondern auch die Nachfragemenge wegen der weiteren konjunkturellen Verbesserung eher noch zunehmen dürfte", warnt Driftmann. Die Rohstoffversorgung entwickelt sich damit zu einem immer größeren wirtschaftlichen Risiko – obwohl die deutsche Industrie im internationalen Vergleich besonders ressourceneffizient produziert.
Die sich abzeichnende Rohstoffklemme erzeugt in der Wirtschaft einen hohen Handlungsdruck. Insbesondere die Industrieunternehmen setzen alle Hebel in Bewegung, um ihre Rohstoffversorgung abzusichern. Über 70 Prozent der Industrieunternehmen nehmen ihr Ressourcenmanagement unter die Lupe. Sie suchen nach Optimierungsmöglichkeiten – und zwar von der Beschaffung bis zum Absatz. Die Hälfte der Industriebetriebe verstärkt zudem seine Anstrengungen für Forschung und Entwicklung, um den Ressourceneinsatz im Unternehmen weiter zu optimieren.
Darüber hinaus benötigen die Unternehmen von der Politik flankierende Maßnahmen. "Unterstützung bei Forschung und Entwicklung im Rohstoffbereich sowie eine handelspolitische Absicherung haben Priorität. Faire Regelungen für alle Export- und Importländer von Rohstoffen sind unabdingbar. Der freie Rohstoffzugang muss fester Bestandteil internationaler Handelsabkommen werden" unterstreicht Driftmann. Hingegen sollte die Politik alles unterlassen, was in dieser schwierigen Situation die Unternehmen zusätzlich belastet. Aber gerade das wäre bei Regulierungen wie zum Beispiel höheren Recyclingquoten die Folge.
Die steigenden Rohstoffpreise sind nur zum Teil Zeichen einer wiederbelebten Weltkonjunktur und des Ressourcenhungers der Schwellenländer. Preistreibend wirken schlechte Ernten bei regenerativen Rohstoffen und Angebotsverknappungen durch Länder mit Ressourcenvorkommen. "Erschwerend kommt für die deutschen Unternehmen hinzu, dass immer mehr Rohstoffanbieter Verträge für kürzere Zeiträume abschließen – zulasten der Planungssicherheit der Unternehmen" beklagt Driftmann. Über die Hälfte der Industrieunternehmen berichten bereits über zunehmende Probleme bei der Vertragssicherheit.
03. Januar 2011 / bid-Redaktion
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Investment
2011 kann Jahr der Aktien und Rohstoffe werden
Von der Lockerung der Geldpolitik begünstigt
Jörg Uhlendorf, Kapitalmarktexperte der Commerzbank gegenüber dem Badenia-Informationsdienst (bid): „Die Entscheidung der US-Notenbank im November 2010, die Geldpolitik weiter zu lockern, gab einen kräftigen Impuls für tendenziell riskantere Anlageformen wie Aktien und Rohstoffe.“ Nach den kräftigen Kursgewinnen in den letzten Wochen rät Uhlendorf dazu, kommende Konsolidierungsphasen zum Aufbau von Positionen zu nutzen. „Vor allem dividendenstarke Werte sind angesichts der niedrigen Renditen an den Rentenmärkten eine attraktive Anlage-Alternative“, so Uhlendorf.
Anleger können aber auch wegen der niedrigen Bewertungen, der weiter steigenden Unternehmensgewinne und dank zunehmender Übernahmeaktivitäten zuversichtlich auf das Börsen-Jahr 2011 blicken. Uhlendorf erwartet, dass professionelle Anleger in den kommenden Monaten Gelder in Aktien umschichten. „Die Mittel dürften aus den gut gelaufenen Rentensegmenten kommen.“ Grund: Die Märkte stellen sich darauf ein, dass die überdurchschnittliche Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken in absehbarer Zeit auslaufen wird. Dies hebt bei klassischen Staatsanleihen die Renditen und bringt bereits investierten Anlegern Kursverluste bei langlaufenden Anleihen.
Neben der Aktie dürften – vor allem mit Blick auf einen Anstieg der Inflation – auch Rohstoffe, insbesondere Edelmetalle, weiter gefragt sein. Für Uhlendorf ist Deutschland derzeit einer der interessantesten Aktienmärkte. Der Commerzbank-Experte empfiehlt den Investmentfonds DWS Deutschland (WKN 849096). Das Fondsmanagement legt mit Stock-Picking den Schwerpunkt auf Blue Chips. Im Zeitraum von 1,3 und 5 Jahre liegt der Fonds deutlich besser als die Vergleichsgruppe und die Benchmark.
28. Dezember 2010 / bid-Redaktion
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Kartellverfolgung als zentrale Aufgabe des Amtes
Wettbewerbsaufsicht 2010 – ereignisreiches Jahr für Bundeskartellamt
Fusionskontrolle gewährleistet Funktionieren von Märkten
Beamte des Bundeskartellamtes haben im vergangenen Jahr im Verbund mit der örtlichen Polizei 17 nationale Durchsuchungen bei insgesamt 120 Unternehmen und fünf Privatpersonen durchgeführt. Die abgeschlossenen und eröffneten Verfahren betrafen die unterschiedlichsten Wirtschaftsbereiche, darunter Bußgelder gegen Brillenglashersteller in Höhe von 115 Mio. Euro, gegen Hersteller von Großdampferzeugern für Kraftwerke in Höhe von 91 Mio. Euro und nach dem Bußgeld gegen Kafferöster im Dezember 2009 über 160 Mio. Euro weitere 30 Mio. wegen Absprachen im Bereich der Lieferungen an Großabnehmer. Die Fallbearbeitungspraxis wird zunehmend von dem Instrument des „settlements“, der Möglichkeit, in einem transparenten Verfahren zu einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung mit den Unternehmen zu gelangen, geprägt.
Durchsuchungen im Lebensmitteleinzelhandel
Aufsehen erregte auch eine große bundesweite Durchsuchung von Lebensmitteleinzelhandelskonzernen und verschiedenen Herstellern von Markenprodukten im Januar des vergangenen Jahres wegen des Verdachts auf vertikale Preisabsprachen. Das Bundeskartellamt geht im Rahmen des laufenden Verfahrens der Frage nach, ob Hersteller mit Händlern Endverkaufspreise für bestimmte Produkte vereinbart haben. Sollten sich die Hinweise bestätigen, wären damit Verhaltensweisen aufgedeckt, die weit über die gesetzlich erlaubten unverbindlichen Preisempfehlungen hinausgingen.
Fusionskontrolle gewährleistet Funktionieren von Märkten
Der Lebensmitteleinzelhandel spielte auch im Jahre 2010 wieder eine gewichtige Rolle im Bereich der Fusionskontrolle. Die Konzentration ist in diesem Markt weit vorangeschritten. Nachdem noch im Jahre 1999 die acht größten Unternehmen einen Marktanteil von 70% auf sich vereinigten, sind es heute fünf Konzerne, die 90% des Marktes unter sich aufteilen. Auch kleinere Zukäufe müssen deshalb einer genauen Prüfung unterzogen werden, um ein „Kippen“ des Marktes zu verhindern. So konnte das Bundeskartellamt den Erwerb der Getränkehandelskette „Trinkgut“ durch EDEKA nur unter weitreichenden Auflagen zur Veräußerung bestimmter Standorte freigeben. Die Nachfragemacht der fünf großen Handelsketten wird das Bundeskartellamt sicher auch im kommenden Jahr beschäftigen.
Insgesamt lag die Zahl der zu prüfenden Vorhaben mit rund 1000 Anmeldungen nach 2009 erneut auf einem Niveau, das deutlich unter dem der vorherigen Jahre zurückbleibt. Dies erklärt sich einerseits durch die noch immer zögerliche Investitionsbereitschaft der Unternehmen nach der Krise. Darüber hinaus wirkt sich die 2009 eingeführte sog. zweite Inlandsumsatzschwelle aus. Seit dem Inkrafttreten des dritten Mittelstandsentlastungsgesetzes müssen insbesondere im Ausland realisierte Fusionen, die sich nur geringfügig auf den deutschen Markt auswirken, nicht mehr angemeldet werden.
Nicht nur geringfügige Auswirkungen auf den deutschen Markt hätte hingegen die geplante Zusammenlegung der Eisenerzproduktion der beiden globalen Player BHP und Rio Tinto gehabt. Diese Großfusion im Rohstoffsektor, die weltweit Aufmerksamkeit erregte, hätte die Produktion der beiden wesentlichen Anbieter weltweit zusammengeführt. In Abstimmung mit verschiedenen internationalen Wettbewerbsbehörden von Asien über Europa hatte sich das Bundeskartellamt im Rahmen der Prüfung federführend gegen das Projekt ausgesprochen, so dass die Unternehmen ihre Anmeldung schließlich zurücknahmen.
Das Vorhaben des Automobilzulieferers Magna, den Konkurrenten Karmann zu erwerben, hätte auf dem europäischen Markt für Cabrio-Dächer dazu geführt, dass von bislang drei nur noch zwei Wettbewerber übrig geblieben wären. Trotz dieser wettbewerbsgefährdenden Perspektive fand das Vorhaben prominente Fürsprecher, da vor Standort- und Arbeitsplatzverlusten gewarnt wurde. Das Bundeskartellamt hat die Fusion dennoch untersagt und wurde letztlich in seiner Prognose bestätigt. Die Cabrio-Sparte von Karmann und der Standort wurden in den vergangenen Wochen von der bislang nicht in dem Markt tätigen finnischen Metso-Gruppe übernommen. Dadurch bleibt ein wichtiger Konkurrent auf diesem Markt erhalten.
Marktöffnung im Energiebereich
Von den erweiterten Kompetenzen in der Missbrauchsaufsicht über die Energiebranche machte das Amt erneut intensiv aber gleichsam mit dem nötigen Augenmaß Gebrauch. Gegen eine Vielzahl von Heizstromlieferanten wurden umfangreiche strukturelle Zusagen erwirkt, die auf eine zukünftige Marktöffnung in diesem Bereich hoffen lassen. Darüber hinaus wurden die Unternehmen zu Rückerstattungen an die Kunden in Höhe von insgesamt 27,2 Mio. Euro verpflichtet. Im Bereich der deutschen Gasfernleitungsnetze führten Verfahren des Amtes dazu, dass Kapazitätsengpässe aufgebrochen wurden (sog. „take-or-pay-Verfahren“). Die 2010 abgeschlossene Evaluierung zu den langfristigen Gaslieferverträgen hat gezeigt, dass die Praxis des Amtes hier zu deutlichen wettbewerblichen Verbesserungen führte, so dass die entsprechenden Vorgaben des Amtes aufgegeben werden konnten.
Kurz vor dem Abschluss stehen die sehr umfangreichen Sektoruntersuchungen in den Bereichen Stromgroßhandel sowie Mineralölwirtschaft, deren Ergebnisse zu Beginn des kommenden Jahres vorgestellt werden.
Ausblick
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, gegenüber dem Badenia-Informationsdienst (bid): „2010 war ein erfolgreiches Jahr. Aber wir werden uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Auch 2011 bleibt die Kartellbekämpfung im Fokus unserer Tätigkeit. Davon profitiert der Verbraucher ganz unmittelbar. Mit der von der Bundesregierung beschlossenen Errichtung einer Markttransparenzstelle wollen wir insbesondere im Strombereich ein gutes Stück weiter kommen. Wettbewerb ist die tragende Säule der freien Marktwirtschaft und damit unseres Wohlstandes. Wir werden uns auch 2011 mit aller Kraft für fairen Wettbewerb und offene Märkte einsetzen.“
22. Dezember 2010 / bid-Redaktion
TOP-Meldung
Finanzmarktexperten erwarten:
Positive Entwicklung des deutschen Aktienmarktes im Jahr 2011
DAX wird sich besser entwickeln als der MSCI-Weltindex
Dagegen werden Aktien aus der Finanzbranche weiterhin mit erheblicher Skepsis betrachtet. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von 231 Finanzmarktexperten durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim im Dezember 2010.
Im Jahr 2011 wird sich der DAX besser entwickeln als der MSCI-Weltindex, der ein Portfolio aus globalen Standardwerten darstellt. Das jedenfalls meinen über 75 Prozent der Teilnehmer an der ZEW-Umfrage. Auch den asiatischen Aktienmärkten, mit Ausnahme von Japan, trauen über 75 Prozent der Befragten eine ähnlich überdurchschnittliche Entwicklung wie dem deutschen Aktienmarkt zu.
Für den japanischen Aktienmarkt ebenso wie für Großbritannien und den Euroraum (ohne Deutschland) gehen um die 40 Prozent der Befragungsteilnehmer von einer unterdurchschnittlichen Performance aus. Für den US-amerikanischen Aktienmarkt erwarten knapp 56 Prozent der befragten Experten, dass dieser sich in etwa genauso entwickeln wird wie der MSCI-Weltindex.
Mit Blick auf die Entwicklung der Aktienkurse in einzelnen Branchen gibt es am deutschen Aktienmarkt für die Experten eindeutige Favoriten. Insbesondere Aktien von Maschinenbauunternehmen sowie von Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie wird eine bessere Performance vorausgesagt als dem DAX. Auch für Aktien aus den Branchen Fahrzeugbau und Konsumgüterindustrie sind die Experten optimistisch. Große Skepsis besteht dagegen noch immer gegenüber Aktien aus der Banken- und Versicherungsbranche. Rund 47 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten von dieser Branche in den nächsten zwölf Monaten lediglich eine unterdurchschnittliche Entwicklung.
15. Dezember 2010 / bid-Redaktion
TOP-Meldung
Individuelle Rechenzentrumsservices
Telemaxx bringt Managed Services in die Cloud
Bereits drei Hochleistungsrechenzentren in der TechnologieRegion Karlsruhe
Mit maßgeschneiderten Kundenlösungen möchte der Lösungspartner der Initiative „Cloud Services Made in Germany“ auf die neuen Anforderungen des Marktes eingehen und Kunden noch bessere Services anbieten.
Mit über zehn Jahren Projekterfahrung und dem Betrieb von drei eigenen Hochverfügbarkeitsrechenzentren in Karlsruhe hat die Telemaxx ihren Fokus von Beginn an auf maßgeschneiderte und individuelle Lösungen für den Bedarf ihrer Kunden gelegt. Mit den nun geschaffenen Managed Services aus der Cloud wird das Produktportfolio erweitert. Als Basis hierfür setzt Telemaxx auf dedizierte oder auch virtuelle Server. Während bei den dedizierten Servern eigene Hardware für jeden einzelnen Kunden eingesetzt wird, nutzen bei virtuellen Servern verschiedene Kunden dieselbe physikalische Server-Plattform.
Mit Infrastructure-as-a-Service (IaaS) bietet Telemaxx unter anderem IT-Infrastrukturen über das Internet, beispielsweise Archivierungs- und Backup-Systeme. Ebenso in das Portfolio aufgenommen wurde Platform-as-a-Service. Über diesen Service werden Hardware und Software bereitgestellt. Hierüber können SaaS-Lösungen entwickelt und betrieben oder mit traditionellen Software-Anwendungen verknüpft werden. Auch Software-as-a-Service (SaaS) ist mit Telemaxx’ Cloud-Services möglich. Mit dem Service Storage werden den Kunden in den Telemaxx-Rechenzentren weitere Speicherkapazitäten angeboten, auf die bei Bedarf direkt zugegriffen werden kann. Die Kundenserver verwenden diesen extern gelagerten Speicher genauso wie eine interne Festplatte. Neben einem Zugewinn an Sicherheit und Verfügbarkeit der Daten, profitieren Kunden zudem von einer guten Skalierbarkeit sowie Erweiterbarkeit der Speichergröße ihrer Systeme.
Telemaxx ist Lösungspartner der Initiative „Cloud Services Made in Germany“ und unterstreicht damit den Datenschutz sowie die Sicherheit innerhalb seiner Rechenzentren.
Über Telemaxx
Die Telemaxx Telekommunikation GmbH mit Hauptsitz in Karlsruhe wurde im Jahr 1999 von den regionalen Energieversorgungs- und Dienstleistungsunternehmen gegründet. Bis zum heutigen Tag sind neun Gesellschafter an dem 88 Mitarbeiter starken Unternehmen beteiligt, das sich auf Telekommunikationsdienstleistungen für Unternehmen sowie auf den Datacenter-Bereich spezialisiert hat. Unter der Leitung von Geschäftsführer Dieter Kettermann konnten bereits drei Hochleistungsrechenzentren in der TechnologieRegion Karlsruhe gebaut werden, die aktuellen technischen Standards entsprechen sowie größtmögliche Sicherheit für IT-Systeme und Anwendungen bieten. Zusätzlich bietet Telemaxx umfassende Dienstleistungen, um Kunden bei der Realisierung von Systemlösungen sowie beim laufenden Serverbetrieb unterstützen zu können. Weiterführende Informationen unter www.telemaxx.de
08. Dezember 2010 / bid-Redaktion
TOP-Meldung
Personalwirtschaft
Und jährlich grüßen die Änderungen
Jahreswechsel bringt wieder Neuregelungenen im Lohnbereich
Für das kommende Jahr werden bereits keine „Pappkarten“ mehr ausgegeben, die Karte aus dem laufenden Jahr behält für 2011 ihre Gültigkeit. Hintergrund ist die Einführung des ab 2012 geltenden ElsterLohn II-Verfahrens, mit dem die rein elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale eingeführt werden. Das Auslaufen des papiergebundenen Verfahrens verdeutlicht den allgemeinen Trend in der Gesetzgebung, der für den Lohn-Bereich ebenso gilt wie für andere Verwaltungsbereiche: Es werden immer mehr Daten in digitaler Form erhoben, gleichzeitig steigen die Ansprüche an die Datenqualität.
Aufwendungsausgleich nur noch digital
Ein aktuelles Beispiel für diese fortschreitende Elektronifizierung ist das Aufwendungsausgleichsgesetz. Es bestimmt, dass Erstattungsanträge für Arbeitgeberaufwendungen im Rahmen der Lohnfortzahlung bei Krankheit und Mutterschutz vom 1. Januar 2011 an elektronisch übermittelt werden müssen. Im Gegenzug entfallen die entsprechenden Bescheinigungen. Dafür müssen bereits zum Zeitpunkt der Lohnabrechnung zusätzliche Informationen weitergegeben werden. Darunter fällt beispielsweise der Hinweis, ob am ersten Krankheitstag noch Arbeitsleistungen erbracht wurden. Das Verfahren bringt aber auch Vorteile: Mit der Umstellung von Papier auf die elektronische Übermittlung entfallen das manuelle Ausfüllen, die Unterschrift und das Versenden des Antrags an die Krankenkasse. Zudem werden die Arbeitgeberaufwendungen den Unternehmen schneller erstattet.
Auch das neue Zahlstellen-Meldeverfahren setzt auf elektronische Datenübermittlung. Es verpflichtet Arbeitgeber, die Versorgungsbezüge an Betriebsrentner zahlen, die Meldungen für Zahlstellen ab dem Jahreswechsel ebenfalls digital an die Krankenkassen zu übertragen.
Rückmeldungen werden elektronisch
Institutionen, die auf elektronischem Weg Daten erhalten, verpflichtet der Gesetzgeber immer häufiger dazu, diese auch elektronisch an den Absender zurückzugeben, sofern Änderungen oder Korrekturen erforderlich sind. Wichtig ist eine schnelle Umsetzung insbesondere, wenn die zurückgemeldeten Daten – etwa Sozialversicherungsnummern oder die individuellen Besteuerungsmerkmale des Arbeitnehmers – bereits bei der nächsten Lohnabrechnung berücksichtigt werden müssen. Für Anwender der DATEV-Software dient dabei das Rechenzentrum des IT-Dienstleisters als zuverlässige Datendrehscheibe.
Auch nach dem Jahreswechsel wird sich die Entwicklung der zunehmend elektronischen Abwicklung von Meldepflichten weiter fortsetzen. Voraussichtlich ab dem 1. Juli 2011 wird es verpflichtend sein, Daten zur Beantragung von Entgeltersatzleistungen digital zu übermitteln. Wenn ab 2012 mit ElsterLohn II die Einführung der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale folgt, bedeutet dies ebenfalls eine neue Verpflichtung für die Arbeitgeber. Mit Wegfall der Lohnsteuerkarte müssen sie die Lohnsteuerabzugsmerkmale ihrer Arbeitnehmer regelmäßig beim Bundeszentralamt für Steuern abrufen.



