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Fachpressedienst - Nachrichten-Überblick - Aktuell
03. September 2010 / bid-Redaktion
TOP-Meldung
Berlins höchstes Gebäude nun seit 40 Jahren, aber jünger denn je
Das Park Inn Hotel Berlin-Alexanderplatz feiert Geburtstag
Wandel der Zeiten: Vom "Interhotel Stadt Berlin" zum Vier-Sterne-Superior-Haus
Am 7. Oktober, dem Tag der Eröffnung des damaligen Interhotel Stadt Berlin vor 40 Jahren, lädt das Hotel am Alexanderplatz zum Blick hinter die Kulissen. Beim „Tag der offenen Tür“ können Interessierte einen Blick in die Zimmer und Suiten werfen oder von der Dachterrasse in 125 Meter Höhe über ganz Berlin schauen.
Park Inn ist eine junge und aufstrebende Hotelmarke im mittleren Marktsegment. Zur Hotel-Gruppe gehören derzeit über 135 Hotels mit mehr als 25.500 Zimmern in Europa, im Nahen Osten und in Afrika.
In Deutschland ist Park Inn derzeit an 24 Standorten vertreten. Die Größe der Hotels reicht dabei von 81 Zimmern im Park Inn München Frankfurter Ring bis zu 1.012 Zimmern im Park Inn Berlin-Alexanderplatz.
Direkt neben dem Fernsehturm gelegen, ist das Park Inn Berlin mit über 1012 Gästezimmern auf 37 Etagen und einer Höhe von 150 Metern das höchste Gebäude der Hauptstadt. Mit einem Millionen-Investment wurden in den Jahren 2001 bis 2005 alle Zimmer und öffentlichen Räume auf den Standard eines Vier-Sterne-Superior-Hotels gerbracht.
Bunte Erlebnisse aus 40 Jahre Hotelhistorie
07. Oktober 1970: Nach 42 Monaten Bauzeit öffnete „im Rahmen der städtebaulichen Neugestaltung des sozialistischen Zentrums der Hauptstadt der DDR“ das „Interhotel Stadt Berlin“ zum ersten Mal seine Türen. 62 km Rohre, 250 km Kabel 1.500 t Stahl und 35.000 t Beton ließ Architekt Roland Korn auf 37 Etagen verbauen. Mit ursprünglich 142 Metern Höhe war eines der höchsten Hotelbauten Europas und das höchste Gebäude Berlins entstanden.
Rund 80 Prozent Auslastung versprachen sich die Bauherren von dem damaligen Renoméeprojekt der Honecker-Regierung. Mit ca. 460.000 Übernachtungen im Jahr sollten etwa 50 Prozent der gesamten Beherbergungsleistung der Hauptstadt der DDR realisiert werden. Nach der Wende wurde das Haus am Alexanderplatz zunächst zum „Forum Hotel“, 14 Jahre später dann zum Park Inn Berlin-Alexanderplatz.
Viele spannende Geschichten haben sich zugetragen in den letzten vier Jahrzehnten. Weit über 100 Millionen Gäste aus über 80 Ländern der Erde gingen im Hotel am Alexanderplatz ein und aus. Darunter der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen und Friedensnobelpreisträger Kofi Annan, Prinz Alexander von Belgien oder der „Godfather of Soul“ James Brown. Der hielt das Personal auch gleich mit einer abenteuerlichen Bestellung auf Trab: Eine eigene Trockenhaube wünschte er sich - und die bitte auf sein Zimmer.
Aber nicht nur die prominenten Gäste sorgten im Park Inn Berlin-Alexanderplatz für immer spannende und lustige Anekdoten. Auch skurrile Fundstücke auf den Zimmern erzählen viele Geschichten aus 40 Jahre Hotelhistorie. Durchschnittlich 5913 Gegenstände werden jährlich vergessen, darunter auch einmal eine Tasche eines Busfahrers mit 20.000€ oder eine Beinprothese, die sein Besitzer scheinbar erst nach einem halben Jahr vermisste.
Heute macht das Hotel durch außergewöhnliche Events von sich reden. So gehört der legendäre Treppenlauf „Sky Run Berlin“ seit fünf Jahren zu den festen Terminen im Eventkalender der Hauptstadt. Und wer den Nervenkitzel der Großstadt erleben will, ohne das Hotel zu verlassen, der kann sich buchstäblich vom Dach des Hotels stürzen. Die „Base Flying" Anlage auf dem Dach des jetzt 150 Meter Gebäudes macht das Park Inn Berlin-Alexanderplatz auch für Einheimische zur waghalsigen Anlaufstelle.
Die Prognosen der Bauherren von vor 40 Jahren haben sich erfüllt. Das Hotel am Alexanderplatz ist auch 40 Jahre nach Eröffnung mit mehr als 80 Prozent, in den aktuellen Monaten Juli und August sogar mit über 90 Prozent Belegung ausgelastet und zählt zu den zehn umsatzstärksten Hotels des Landes. Eine wahre Erfolgsgeschichte. Hoteldirektor Thomas Hattenberger freut sich auf ein Jubiläumsjahr voller Highlights und sieht zuversichtlich in die Zukunft: „Dass das Park Inn Berlin-Alexanderplatz auch nach 40 Jahren noch zu Berlins Top-Adressen gehört, zeigt, dass wir immer mit der Zeit gegangen sind. Dank unserer Komplett-Renovierung in den Jahren 2001 und 2005 präsentiert sich das Haus heute jünger denn je", so Hattenberger gegenüber dem Badenia-Informationsdienst (bid).
Über das Park Inn Berlin-Alexanderplatz
Direkt gegenüber dem Fernsehturm gelegen – ist mit 150 Metern Berlins höchstes Gebäude. Es verfügt auf 37 Etagen über 1012 Gästezimmer der verschiedener Kategorie sowie Suiten. Die Ausstattung und das moderne Design entsprechen dem Anspruch eines Vier-Sterne-Superior Hotels. Die Suiten und ein Großteil der Zimmer verfügen über ein Marmorbad mit Fußbodenheizung, eine Dusche mit Regenbrause, und Flachbildschirm-TV. Internet-Zugang ist Standard in allen Zimmern.
Für Entspannung und Erholung im Park Inn Berlin-Alexanderplatz sorgt ein Wellnessbereich mit Sauna, Massage, Fitnessgeräten und einer Health-Bar. Zu den besonderen Einrichtungen des Hauptstadt-Hotels gehören die Gastronomiewelt „Spagos“ mit integriertem Restaurant, Bar und Lounge, eine Dachterrasse in der 40. Etage, das hochkarätige Kunst- und Kulturprojekt Art Place Berlin mit ständig neuen Ausstellungen sowie Berlins erster 4-Sterne Raucherbus. Ein öffentliches Parkhaus sowie Busparkplätze garantieren kurze Wege. Das Business-Hotel verfügt über elf variable Veranstaltungsräume mit Tageslicht - inklusive einem Ballsaal für bis zu 350 Personen und dem Panorama Salon in der 37. Etage des Gebäudes.
Das „Humboldt’s Restaurant“ wartet mit verschiedenen nationalen und internationalen Spezialitätenbuffets auf. Stadtbekannt ist hier der legendäre Sonntagsbrunch. Typisch berlinerisch mit lokalen Gerichten und Brandenburger Spezialitäten geht es in der „Zille-Stube“ zu. Den besten Blick auf Berlin bietet die Panorama Terrasse in der 40. Etage des Hotels, wo man neben kalten Erfrischungen auch Cocktails oder Champagner genießen kann. In sommerlicher Atmosphäre werden die Drinks bei Lounge-Musik an Liegestühlen serviert.
03. September 2010 / bid-Redaktion
TOP-Meldung
Zenit erreicht?
Mittelständisches Geschäftsklima stagniert nach Rekordanstieg
Eintrübung der Erwartungen im Mittelstand / Leichter Anstieg bei Großunternehmen
Dies deutet zwar auf eine perspektivische Abkühlung der Konjunktur im Mittelstand hin, Hinweise darauf, dass eine solche Korrektur bereits eingesetzt hätte, lassen sich aber noch nicht finden.
Bei den Großunternehmen steigt das Geschäftsklima nochmals um 1,3 Zähler auf 23,6 Saldenpunkte an. Neben den verbesserten Lageeinschätzungen (+2,7 Zähler auf 25,6 Saldenpunkte) ist eine nahezu unveränderte Erwartungskomponente (-0,1 Zähler auf 21,3 Saldenpunkte) ausschlaggebend für das bessere Abschneiden der Großunternehmen. Die im Trend dynamischere Entwicklung des Geschäftsklimas größerer Unternehmen setzt sich also im August fort.
Die Beschäftigungserwartungen verbessern sich im Berichtsmonat weiter geringfügig: bei den mittelständischen Unternehmen um 0,2 Zähler auf 14,8 Saldenpunkte, bei den Großunternehmen etwas stärker um 2,2 Zähler auf 17,4 Saldenpunkte.
Eine heterogene Entwicklung zeigt sich bei den Absatzpreiserwartungen: Während die Mittelständler eine leichte Eintrübung (-1,7 Zähler) melden, verbessern sich die Absatzpreiserwartungen der Großunternehmen um 1,1 Zähler.
Allerdings schätzen die mittelständischen Unternehmen im Niveau ihre Absatzpreisentwicklung immer noch spürbar positiver ein als die Großunternehmen (6,9 Saldenpunkte vs. 5,0 Saldenpunkte).
Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW: "Entgegen vielen Erwartungen konnte der Mittelstand das sehr gute Ergebnis des Vormonats im August behaupten. Zwar deutet der Rückgang in den mittelständischen Geschäftserwartungen auf eine perspektivische Abkühlung hin, aber der sehr dynamische Impuls aus dem sensationell guten zweiten Quartal wirkt noch spürbar in die zweite Jahreshälfte hinein. Bei aller Freude sollte man aber nicht vergessen, dass die Dynamik des Aufschwungs z. T. eine Folge der historischen Tiefe des Einbruchs in 2009 ist. Ferner deutet vieles darauf hin, dass die Erholung ihren Höhepunkt erreicht hat. Trotz Wachstumsprognosen von mittlerweile deutlich mehr als 3,0 % für dieses Jahr wird es noch bis zum Winter 2011/12 dauern, bis der tiefe Einbruch beim Bruttoinlandsprodukt wieder aufgeholt ist".
02. September 2010 / bid-Redaktion
TOP-Meldung
ÖPNV-Kundenbarometer 2010
Fahrgäste bestätigen gute Vorjahresergebnisse
Gute Noten für Anbieter von Verkehrsleistungen im öffentlichen Personennahverkehr
Zu diesen Ergebnissen kommen die Verkehrsforscher von TNS Infratest in ihrem ÖPNV-Kundenbarometer 2010, das die Qualitätswahrnehmung der Fahrgäste von insgesamt 36 Verkehrsunternehmen und -verbünden in Deutschland nach bis zu 31 Leistungsmerkmalen ermittelt hat. Grundlage für die Benotung ist eine Skala von 1 für „vollkommen zufrieden" bis 5 für „unzufrieden".
„Die Kundenzufriedenheit mit dem ÖPNV in Deutschland hat sich beim diesjährigen ÖPNV-Kundenbarometer auf den guten Werten des Vorjahres stabilisiert“, so Dr. Adi Isfort, Leiter der Verkehrsforschung bei TNS Infratest in München gegenüber der Fachpresseagentur Badenia-Informationsdienst (bid). Auf den Spitzenplatz der Verkehrsunternehmen hat sich in diesem Jahr der regionale Busanbieter Regionalverkehr Münsterland (RVM) im Kreis Coesfeld geschoben (2,37). Hinter diesem hat sich – nach vier Jahren auf dem Spitzenplatz – moBiel, das Verkehrsunternehmen aus Bielefeld, behauptet (2,40). Zweit- und drittbestes kommunales Verkehrsunternehmen sind wie im vergangenen Jahr die Dresdner Verkehrsbetriebe (2,44) und die Freiburger Verkehrs AG (VAG) mit einer Bewertung von 2,45. Bei den Verbünden, die wegen ihres Umland-Verkehrs mit schlechteren Bewertungen rechnen müssen, liegt der Regensburger Verkehrsverbund mit 2,63 an erster Stelle.
Zählt man die „Erstplatzierten“ bei den Leistungsmerkmalen aus (bei denen mehr als drei Unternehmen in der Rangreihe enthalten sind), steht in diesem Jahr der RVM im Kreis Coesfeld mit acht Top-Plätzen auf Platz eins. Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG erreichen mit dem zweiten Rang sechs Mal einen Spitzenreiterplatz. Platz drei teilen sich die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) und die Stadtwerke Münster mit fünf Spitzenplätzen. Insgesamt am häufigsten auf dem Siegertreppchen stehen die Stadtwerke Münster (13 Platzierungen), gefolgt von der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (zwölf Platzierungen) sowie der Stuttgarter Straßenbahnen AG und dem RVM im Kreis Coesfeld (je elf Platzierungen).
Die größte Unzufriedenheit erzeugten in diesem Jahr bei den Fahrgästen die Informationen bei Störungen und Verspätungen. Aber die Erfurter EVAG zeigt, dass dieses Kriterium auch durchaus gut ausfallen kann: Die Kunden bewerten dieses Merkmal bei diesem Mobilitätsanbieter mit 2,76 positiv. Die Erfurter punkten auch bei den Anschlüssen, hier liegen sie mit Abstand an erster Stelle (2,54). Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ebenfalls ein kritisches Merkmal, wird aber beim Spitzenreiter Ansbach von den Kunden der Ansbacher Buslinien mit 3,04 durchaus moderat beurteilt.
Gute Werte gibt es bei der Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, die mit einem Wert von 2,27 bei der Freiburger Verkehrs AG am besten bewertet wird. Die Informationen im Fahrzeug werden in Münster am besten bewertet (2,43). Unter den Verbünden ist der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bei den Informationen im Fahrzeug deutlicher Spitzenreiter (2,57). Mit dem Tarifsystem (3,03) und der Taktfrequenz (2,62) sind die Münsteraner Fahrgäste am zufriedensten.
Gute Werte erhalten die Spitzenreiter auch bei Komfort und Bequemlichkeit im Fahrzeug: RVM im Kreis Coesfeld als regionales Busunternehmen (2,45) und die Stuttgarter Straßenbahnen AG mit 2,48 liegen deutlich vorn. Bei der abendlichen Sicherheit an Haltestellen liegen Dresden (3,05), Freiburg (3,06) und Ulm (3,07) vorne. Die Informationen an Haltestellen sind in Stuttgart (2,44), Dresden (2,50) und Oldenburg (2,55) am besten.
Das ÖPNV-Kundenbarometer 2010 umfasst insgesamt ca. 18.350 repräsentative telefonische Interviews mit Nutzern von ÖPNV-Verkehrsmitteln. Die Fahrgäste wurden nach ihrem Nutzungsverhalten und ihrer Zufriedenheit mit bis zu 35 Leistungsmerkmalen befragt. Die Interviews wurden in insgesamt 36 Bedienungsgebieten von kommunalen Verbünden und Verkehrsunternehmen im gesamten Bundesgebiet erhoben. 2011 wird die Verkehrsforschung von TNS Infratest das ÖPNV-Kundenbarometer erneut durchführen.
02. September 2010 / bid-Redaktion
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Die KMU-Berater - Verband freier Berater e.V.
Sanierungskonzept muss KMU-gerecht sein
Standards für die Krisenbewältigung bei kleineren und mittleren Unternehmen
auch an den Unternehmensberater, der das Konzept für die Krisenbewältigung ausarbeitet. Die gängigen Standards für ein solches Konzept spiegeln die Besonderheiten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nur unzureichend wider.
Deswegen hat sich die Fachgruppe Sanierung im Verband „Die KMUBerater - Verband freier Berater e.V.“ auf eigene Standards geeinigt. Sie bilden ab sofort die Basis für Sanierungskonzepte ihrer Mitglieder.
„Grundziel unserer Richtlinien ist es, tatsächlich alle für den Fortbestand des Betriebes relevanten Daten zu erfassen, sie in einer übersichtlichen und nachvollziehbaren Form aufzubereiten und auf dieser Grundlage Maßnahmen vorzustellen, die die Schieflage nachhaltig korrigieren“, erläutert Thomas Schader, Leiter der Fachgruppe Sanierung im KMU-Beraterverband. Die Forderung nach einer Nachvollziehbarkeit der „Diagnose“ und der „Therapie“ ziele dabei sowohl auf den betroffenen Unternehmer als auch auf Banken, Kammern, potenzielle Investoren und sonstige Nutzer des Sanierungskonzepts ab.
Als qualitative Anforderungen an ein solches Konzept nennen die KMU-Berater, dass es die wirtschaftliche Ausgangslage des Betriebes ebenso umfassend und klar erfasst, wie die Ursachen und den aktuellen Stand der Krise. Einbezogen werden müssen aber auch das Umfeld des Betriebes und die Branchenentwicklung. Individuell erarbeitete Lösungsvorschläge sollen mit ihren wirtschaftlichen Auswirkungen dargestellt werden.
Als grundsätzliche Szenarien gelten dabei neben der Fortführung des Betriebes, die Insolvenz und die Liquidation. Der Auftraggeber soll daher einen Handlungsplan erhalten, der Maßnahmen aufzeigt, wie die Krise bewältigt werden kann. „Unser Verband stellt seinen Mitgliedern Arbeitsmaterialien zur Verfügung, die sicherstellen, dass keine wesentlichen Kriterien bei der Prüfung der Sanierungsfähigkeit des betreffenden Unternehmens unbeachtet gelassen werden“, unterstreicht Thomas Schader.
Hinzu komme, dass die Berater sich verpflichten, nur Aufträge anzunehmen, für die sie aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer Berufserfahrung qualifiziert sind. Das sei gerade im Bereich Krise/Sanierung von KMU wichtig. Eine regelmäßige Weiterbildung sichert aktuelles Fachwissen bei den Beratern, die überdies natürlich Neutralität, Objektivität und Vertraulichkeit garantieren. Ihre Beratung erfolgt erst auf Grundlage transparenter und mit dem Kunden abgestimmter Auftragsinhalte und angemessener Kosten. Dem Auftraggeber wird nach Abschluss der Beratung ein vollständiger und nachvollziehbarer Bericht zur Verfügung gestellt.
01. September 2010 / bid-Redaktion
TOP-Meldung
Die Werte der Deutschen
Leistung wird wichtiger
Befragung des GfK Vereins zum Bedeutungswandel von Werten
Knapp drei Viertel aller Befragten sagen, dass deren Bedeutung in der aktuellen Situation weiter zunimmt. Dies zeigt eine aktuelle Studie des GfK Vereins zum Thema Bedeutungswandel von Werten, für die im August zum zweiten Mal mehr als 1.000 Menschen befragt wurden.
Drei Viertel meinen Sicherheit wird wichtiger
Bereits bei der ersten Befragung im Januar dieses Jahres war die überragende Mehrheit der Deutschen der Meinung, dass Sicherheit als Wert an Bedeutung zulegt. Daran hat sich auch heute - gut 6 Monate später - nichts geändert. Nahezu unabhängig von Einkommen, Herkunft und Geschlecht zeigt sich bei den Verbrauchern weiterhin ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Etwa drei Viertel der Befragten nehmen an, dass daher Sicherheit in der aktuellen Situation wichtiger wird.
Umgekehrt sind nur vier Prozent der Ansicht, dass das Thema an Relevanz verliert. Während jedoch vor einem guten halben Jahr das eigene Zuhause als Ort der Geborgenheit auf Rang zwei folgte, steht heute Leistung höher im Kurs.
Etwa zwei Drittel der Deutschen sind der Ansicht, dass es stärker auf Einsatz und Engagement ankommt. Das sind 7 Prozentpunkte mehr als noch im Januar. Passend dazu legten auch die Themen Wettbewerb und Innovation stark zu: Knapp die Hälfte der Befragten und damit 10 Prozentpunkte mehr als bei der vorherigen Erhebung geben an, dass es stärker darauf ankommt, konkurrenzfähig zu sein.
Und 44 Prozent nehmen an, dass der Weg zurück an die wirtschaftliche Spitze über neue Ideen führt. Damit legte der Wert um 8 Prozentpunkte zu. Auch dem Thema Macht wird heute eine höhere Relevanz beigemessen. 32 Prozent der Menschen meinen, dass es stärker auf Macht ankommt als früher - das sind 7 Prozentpunkte mehr als noch im Januar.
Zuhause und Solidarität verlieren an Bedeutung
Der Trend zum "Homing", dem Rückzug in die eigenen vier Wände, scheint sich dagegen abzuschwächen. Das eigene Zuhause hält heute nur noch gut die Hälfte für einen Wert, der an Wichtigkeit gewinnt; damit fällt das Thema von Rang 2 auf Rang 5 zurück. Auch der Begriff Solidarität gerät etwas aus dem Blick: War im Januar noch knapp die Hälfte der Befragten der Ansicht, dass es stärker auf Gemeinschaftsgeist ankommt, sehen das heute nur noch 41 Prozent so. Angesichts einer wiedererstarkenden Wirtschaft gehen wohl mehr Menschen davon aus, dass gesteigerter Wettbewerb dominiert und das Zusammengehörigkeitsgefühl weniger im Fokus steht.
Das Aus für Mitgefühl und Menschlichkeit bedeutet diese Entwicklung aber nicht. Schließlich liegen die Werte Verantwortung und Vertrauen auf den Plätzen 3 und 4 und damit nach wie vor mit an der Spitze der Aufsteiger in der Wertehierarchie. Mehr als die Hälfte der Deutschen findet weiterhin, dass es aktuell wichtiger wird, sich seiner Verantwortung zu stellen. Ebenso hat das Thema Vertrauen im Vergleich zum Januar nichts an Aktualität verloren.
"Sicherheit ist für die Deutschen ja schon traditionell sehr wichtig. Immer mehr Mitbürger besinnen sich jetzt aber darauf, dass Sicherheit nur dann entsteht, wenn zwei Dinge zusammenkommen: Charakter und die Fähigkeit, Dinge zu bewegen. Deswegen gehören Verantwortung, Vertrauen und Leistung zusammen", kommentiert Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK Vereins die Ergebnisse beim Badenia-Informationsdienst (bid).
Weniger Verzicht, aber auch kein Luxus
Mit Abenteuern und Luxus können die Deutschen dagegen bis heute vergleichsweise wenig anfangen. Zwar legten beide Werte in den vergangenen Monaten etwas zu, doch reicht dieser Zuwachs nicht, um sie im Ranking nach vorne zu holen. Dennoch gibt es positive Signale für den Konsum: Im Vergleich zum Januar sind heute sichtlich mehr Menschen der Ansicht, dass Verzicht in nächster Zeit weniger im Fokus steht. Die Anzahl derer, die denken, dass weniger Zurückhaltung gefragt ist, stieg um die Hälfte von 14 auf 21 Prozent.
In der aktuellen Umfrage "Bedeutungswandel von Werten" hat der GfK Verein im August 2010 insgesamt 1.015 Männer und Frauen ab 14 Jahre befragt. Untersucht wurde, ob die Bedeutung der Werte Abenteuer, Innovation, Leistung, Luxus, Macht, Optimismus, Sicherheit, Solidarität, Verantwortung, Vertrauen, Verzicht, Wettbewerb und Zuhause in der aktuellen Situation zu-/abnimmt oder gleich bleibt. Die Befragten repräsentieren die deutsche Bevölkerung.
Zum GfK Verein
Der GfK Verein ist eine 1934 gegründete Non-Profit-Organisation zur Förderung der Marktforschung. Er setzt sich aus rund 600 Unternehmen und Einzelpersonen zusammen. Zweck des Vereins ist es, innovative Forschungsmethoden in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen zu entwickeln, die Aus- und Weiterbildung von Marktforschern zu fördern und die für den privaten Konsum grundlegenden Strukturen und Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu verfolgen sowie deren Auswirkungen auf die Verbraucher zu erforschen. Die Studienergebnisse werden den Mitgliedern des Vereins kostenlos zur Verfügung gestellt.
31. August 2010 / bid-Redaktion
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Zeitraum 2010 - 2014
Nachfolgefrage für knapp 110.000 Familienunternehmen
Wenn der Eigentümer aus der Führung seines Unternehmens ausscheidet
Das IfM Bonn geht auf Grundlage der neuen Berechnungen davon aus, dass die Nachfolgefrage im Zeitraum von 2010 bis 2014 für knapp 110.000 Familienunternehmen relevant sein wird.
Die Nachfolgefrage stellt sich in Familienunternehmen dann, wenn der Eigentümer aus der Führung seines Unternehmens alters- oder krankheitsbedingt ausscheidet oder verstirbt und das Unternehmen ein hinreichendes Potenzial für eine Übernahme bietet. Wie viele Familienunternehmen in den nächsten fünf Jahren vor der Herausforderung stehen, einen Nachfolger finden zu müssen, hat das IfM Bonn mittels eines verbesserten Schätzverfahrens ermittelt.
Demnach steht in knapp 110.000 Familienunternehmen in dem Zeitraum von 2010 bis 2014 die Übergabe an (ca. 3% aller Familienunternehmen). Dies entspricht 22.000 Übergaben pro Jahr (siehe Abbildung 1). Von den Übergaben werden im Fünf-Jahres-Zeitraum 1,4 Mio. Beschäftigte oder 287.000 Beschäftigte pro Jahr betroffen sein. Den häufigsten Übergabegrund stellt dabei mit einem Anteil von 86% das Erreichen des Ruhestandsalters dar, gefolgt durch Übergaben aufgrund von Tod (10%) und Krankheit des Eigentümers (4%). Die Zahl der Unternehmensübertragungen nach Bundesländern aufgeschlüsselt geht aus Abbildung 2 hervor.
Warum die Zahl der Unternehmensübertragungen gesunken ist
Im Vergleich zu den vorhergehenden Schätzungen ist die nunmehr ausgewiesene Zahl der Unternehmensübertragungen deutlich gesunken. Dies liegt im neuen Schätzverfahren begründet. Neuerdings zugängliche Datenquellen erlauben eine sachgerechtere Abgrenzung sogenannter übernahmewürdiger Unternehmen. Dies sind Unternehmen, die über eine hinreichende Substanz verfügen, die sie für Übernehmer wirtschaftlich attraktiv machen.
In der Vergangenheit wurde hierfür mangels besserer Daten ein Jahresumsatz von 50.000 € angesetzt. Mittlerweile liegen Informationen zu den Gewinnen der Unternehmen vor, die wesentlich besser geeignet sind, die Übernahmewürdigkeit zu bestimmen. Nach dem neuen Verfahren gilt ein Unternehmen als übernahmewürdig, wenn es mindestens einen Jahresgewinn in der Höhe eines durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommens zuzüglich des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung (derzeit: rund 49.500 €) sowie einer marktüblichen Verzinsung des eingesetzten Kapitals erwirtschaftet. Diese realistischere Bedingung erfüllen deutlich weniger Unternehmen.
30. August 2010 / bid-Redaktion
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Bundesweiter Unternehmensnachfolgewettbewerb
Startschuss: „Erfolgreicher Stabwechsel“
Der neue Wettbewerb soll Mut zur Unternehmensübernahme machen
Teilnehmen können Übergeber-Übernehmer-Tandems, die im Zeitraum 2005 bis 2008 die Unternehmensnachfolge erfolgreich umgesetzt haben. Die Wettbewerbsteilnehmer werden in den drei Kategorien „familieninterne Übernahme“, „unternehmensinterne Übernahme“ und „unternehmensexterne Übernahme“ bewertet. In jeder Kategorie werden bis zu drei Preisträger prämiert.
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle: „Unsere Wirtschaft und unseren Mittelstand können wir nur zukunftsfähig machen, wenn wir engagierte und innovative Menschen finden, die sich der großen Verantwortung einer Unternehmensübernahme stellen. Dass Betriebe erfolgreich weitergeführt werden, ist eine wichtige Voraussetzung für Wachstum und Arbeitsplätze. In Deutschland suchen jedes Jahr über 20.000 Unternehmen einen kompetenten Nachfolger. Ihn zu finden, ist aber oft nicht leicht. Deshalb unterstützt die Bundesregierung gemeinsam mit der Wirtschaft Unternehmen bei der Regelung ihrer Nachfolge. Der neue Wettbewerb „Erfolgreicher Stabwechsel“ soll Menschen Mut zur Unternehmensübernahme machen. Er zeigt, wie erfolgreiche Ünternehmensübernahmen in der Praxis ausssehen können. Deshalb mein Appell an potentielle Wettbewerbskandidaten: Bewerben Sie sich und werden Sie Vorbild für künftige Unternehmensübernahmen!“
Weitere Informationen unter www.nexxt.org/stabwechsel
27. August 2010 / bid-Redaktion
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Deutliche Zunahme bei der Einkommenserwartung
Konsumklima leicht im Aufwind
Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für August 2010
Der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 4,0 Punkten im August für September einen Wert von 4,1 Zählern. Die Verbraucherstimmung im August steht ganz im Zeichen des starken Anstiegs des deutschen Bruttoinlandsproduktes im zweiten Quartal dieses Jahres. Sinkende Arbeitslosenzahlen und der Rückgang der Kurzarbeit haben wohl zusätzlich zu einer positiven Tendenz bei der Konsumlaune beigetragen. Zu den Unsicherheitsfaktoren zählen für die Verbraucher hingegen mögliche Sparmaßnahmen der Regierung sowie auslaufende Konjunkturprogramme.
Konjunkturerwartung: Anstieg hält an
Die Konjunkturerwartung entwickelt sich im August nicht mehr ganz so dynamisch wie im Juli. Der Indikator verzeichnet aber dennoch einen weiteren deutlichen Anstieg um 9,8 auf 46,6 Punkte. Das bedeutet den höchsten Wert seit August 2007 und im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 54,1 Punkten.
Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2010 so stark gewachsen wie zuletzt im Jahr 1987. Im Zuge dessen gehen die Experten im August davon aus, dass sich die Wirtschaft in Deutschland weiter erholt. Zuletzt erhöhte die Deutsche Bundesbank ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes für das Gesamtjahr auf 3,0 Prozent. Die Verbraucher erwarten offenbar, dass die konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft kein Strohfeuer ist, sondern sich fortsetzt. Von den Unternehmen wird dieser Optimismus der Konsumenten geteilt. Der ifo-Index ist im August erneut gestiegen.
Einkommenserwartung: deutliche Zunahme
Der kräftigen Erholung im Juli folgt im August ein weiterer Anstieg der Einkommenserwartung. Nach 29,1 Punkten im Juli verzeichnet der Indikator im August 36,0 Zähler. Im Vergleich zum Juli 2009 bedeutet dies einen Zuwachs von 27,2 Punkten. Die Einkommenserwartung profitiert wohl derzeit deutlich vom Wachstumsoptimismus in der Bevölkerung. Neben der vorherrschenden positiven Grundstimmung lassen zudem eine moderate Inflationsrate und die immer bessere Lage am Arbeitsmarkt die Verbraucher auf steigende Einkommen hoffen.
Anschaffungsneigung: stabil auf hohem Niveau
Die Anschaffungsneigung bleibt nach leichten Verlusten im Vormonat im August stabil bei 27,9 Punkten. Vor einem Jahr lag der Indikator 3,2 Zähler höher, aber dennoch liegt die Anschaffungsneigung deutlich oberhalb des langjährigen Durchnittswerts von 0 Punkten.
Nachdem die Sonderkonjunktur zur Fußball-WM nun endgültig ausgelaufen ist, scheint die stabil hohe Anschaffungsneigung ein gutes Zeichen für eine nachhaltig positive Konsumstimmung zu sein. Bisher sind keine bedeutenden Rückgänge bei diesem Indikator messbar. Allerdings verhindern die anfangs genannten Unsicherheiten hinsichtlich geplanter Sparmaßnahmen und auslaufender Konkunkturprogramme offenbar einen deutlicheren Aufwärtstrend.
Konsumklima: leichte Verbesserung
Der Gesamtindikator prognostiziert für September 2010 einen Wert von 4,1 Punkten nach revidiert 4,0 Zählern im August. Die Zeichen stehen derzeit gut, dass die Konsumstimmung in Deutschland einen nachhaltigen Aufwärtstrend erfährt. Die Rahmenbedingungen dafür wie eine gute konjunkturelle Entwicklung, eine moderate Preisentwicklung und ein robuster Arbeitsmarkt scheinen auf Sicht gegeben. Sofern das Umfeld weierhin so positiv bleibt, ist davon auszugehen, dass der private Verbrauch in diesem Jahr seinen Teil zur kräftigen Erholung der deutschen Wirtschaft beiträgt.
26. August 2010 / bid-Redaktion
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Staat gibt 42,8 Milliarden Euro mehr aus als er einnimmt
Defizitquote von - 3,5% im 1. Halbjahr 2010
Staatsdefizit steigt um das Doppelte gegenüber 2009
Mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung schlagen sich nun die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise und der in diesem Zusammenhang aufgelegten staatlichen Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur und der Finanzmärkte deutlich in den Haushalten von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung nieder. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1 211,7 Milliarden Euro) errechnet sich für das erste Halbjahr 2010 aus dem Finanzierungssaldo eine Defizitquote von - 3,5%.
Bei den Einnahmen (526,1 Milliarden Euro) und Ausgaben (568,9 Milliarden Euro) des Staates setzte sich dabei die im Vorjahr begonnene Entwicklung fort. Der Rückgang bei den Einnahmen belief sich auf - 1,5% und fiel damit in etwa so hoch aus wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum (- 1,4%). Die Ausgaben des Staates stiegen mit + 3,0% (1. Halbjahr 2009: + 3,6%) weiter stark an, wobei der Zuwachs durch einen Sondereffekt spürbar gebremst wurde. In den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen werden die Einnahmen aus der im ersten Halbjahr 2010 erfolgten Versteigerung von Frequenzbereichen für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten als "negative" Ausgaben gebucht. Ohne diesen Einmaleffekt haben die Ausgaben des Staates um 3,8% zugenommen.
Die Steuereinnahmen, die Haupteinnahmequelle des Staates beliefen sich im ersten Halbjahr 2010 auf 278,0 Milliarden Euro und war damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,8% niedriger. Die an den Staat geleisteten Produktions- und Importabgaben (148,0 Milliarden Euro) sind dabei um 2,7% und die Einkommen- und Vermögensteuern (130,0 Milliarden Euro) um 2,9% geringer ausgefallen. Bei den Produktions- und Importabgaben wurde die Entwicklung durch die Gewerbesteuer bestimmt, deren Aufkommen mit 14,4 Milliarden Euro um rund ein Fünftel (- 18,9%) hinter dem entsprechenden Vorjahreswert zurückblieb. Der Anstieg der Umsatzsteuer (+ 0,2%) und der Importabgaben (+ 10,7%) konnte dies nicht ausgleichen.
Innerhalb der Einkommen- und Vermögensteuern sind insbesondere die Einnahmen aus der Lohnsteuer (85,9 Milliarden Euro) mit - 3,6% rückläufig gewesen, ebenso wie das Aufkommen aus der veranlagten Einkommensteuer (- 2,8%) und der nicht veranlagten Steuer vom Ertrag (- 9,5%). Erheblich besser entwickelten sich dagegen die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer, die um 14,4% höher ausgefallen sind. Deutlich weniger Einnahmen hat der Staat bei den Vermögenseinkommen realisiert, die vor allem wegen eines erheblich niedrigeren Bundesbankgewinns auf 9,3 Milliarden Euro (- 29,0%) zurückgegangen sind. Die Verkäufe des Staates (23,3 Milliarden Euro) und die an den Staat geleisteten Sozialbeiträge (204,4 Milliarden Euro) sind dagegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 2,0% beziehungsweise 1,9% gestiegen.
Auf der Ausgabenseite wurden für monetäre Sozialleistungen 227,6 Milliarden Euro (+ 3,1%) und soziale Sachleistungen 101,3 Milliarden Euro (+ 4,9%) aufgewendet. Hohe Steigerungsraten waren auch bei den Vorleistungskäufen (+ 3,8%) und den gezahlten Arbeitnehmerentgelten (+ 3,5%) zu verzeichnen. Der Anstieg der Subventionen (+ 5,1%) wird nach wie vor durch die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen an Unternehmen durch die Bundesagentur für Arbeit für Beschäftigte in Kurzarbeit geprägt. Die Zinsausgaben des Staates sind um 3,3% und die Bruttoinvestitionen um 3,0% gestiegen. Geringere Ausgaben waren im ersten Halbjahr 2010 hingegen bei den Vermögenstransfers (- 10,9%) zu verzeichnen.
Am 19. Juli 2010 hat das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) eine Entscheidung zur sektoralen Zuordnung der "Ersten Abwicklungsanstalt" in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen getroffen. Aufgabe der "Ersten Abwicklungsanstalt" ist es, von der WestLB Risikopositionen und nichtstrategienotwendige Geschäftsbereiche zu übernehmen und diese abzuwickeln. Nach der Eurostat-Entscheidung ist die "Erste Abwicklungsanstalt" dem Sektor Staat zuzuordnen. Die damit verbundenen Auswirkungen sind bereits in die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2010 eingeflossen. Der Finanzierungssaldo des Staates hat sich dadurch um rund 900 Millionen Euro verschlechtert. Für das Berichtsjahr 2009 ergeben sich keine Änderungen.
25. August 2010 / bid-Redaktion
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Durchfallquote auf 43 Prozent gesunken
2.779 Teilnehmer bestehen Steuerberaterprüfung
"Steuerberater müssen ein breites Fachgebiet souverän beherrschen"
"Die Steuerberatung unterliegt einem ständigen Wandel, da sich nicht nur steuerrechtliche, sondern auch wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Bedingungen permanent ändern. Daher müssen Steuerberater ein breites Fachgebiet souverän beherrschen. Eine umfassende theoretische und praktische Ausbildung sowie das anspruchsvolle Steuerberaterexamen sind dazu der erste Schritt“, sagt Dr. Horst Vinken, Präsident der Bundessteuerberaterkammer dem Badenia-Informationsdienst (bid).
Die Durchfallquote der Teilnehmer liegt in diesem Jahr mit 43 Prozent nicht nur deutlich unter dem Vorjahreswert von 50,1 Prozent, sondern auch unter der durchschnittlichen Durchfallquote der letzten zehn Jahre, die bei 48,2 Prozent liegt.
Der Anteil der Examensteilnehmer mit abgeschlossenem Hochschulstudium ist geringfügig angestiegen. 60,3 Prozent der Prüfungsteilnehmer sind Absolventen eines Studiums mit einer Regelstudienzeit von acht oder mehr Semestern. Im Vorjahr waren es 59,5 Prozent. Der Anteil der Prüfungskandidaten mit einer Regelstudienzeit von weniger als acht Semestern beträgt 15,0 Prozent, 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr.
24. August 2010 / bid-Redaktion
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Laut einer DIHK-Umfrage zahlen Händler die Zeche
Jeder siebte Artikel wird zurückgeschickt
Onlineshop-Betreiber klagen über Missbrauch beim Widerrufsrecht
"Und das oft in schlechtem Zustand", kritisiert DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben: "Rund 80 Prozent der Unternehmen klagen über Missbrauchsfälle." Das betreffe vor allem anlassbezogene Ware wie das Urlaubszelt, das Tauf- oder Abendkleid, die nach einmaliger Nutzung nicht mehr benötigt und dann zurückgeschickt würden.
Mit harten Folgen für die Anbieter: Ein Drittel der befragten Unternehmen gibt an, dass die zurückgesandte Ware 30 Prozent und mehr an Wert verliert. In vielen Fällen ist ein Wiederverkauf sogar überhaupt nicht mehr möglich. Das ist zum Beispiel bei Hygieneartikeln wie Lippenstiften, Piercing-Schmuck und Kontaktlinsen der Fall. "Zum Teil sehen sich die Händler gezwungen, bestimmte Produkte aus ihren Verkaufssortimenten ganz herauszunehmen", berichtet Martin Wansleben.
Die Zeche für den Missbrauch zahlen letztlich die Händler, die die Kosten nicht weitergeben können – 55 Prozent der Befragten reduzieren ihre Marge entsprechend –, beziehungsweise die Verbraucher: 35 Prozent der Anbieter berücksichtigen die unerfreuliche Praxis bei der Preiskalkulation.
Bislang konnten Händler zumindest in besonders gravierenden Fällen vom Kunden Ersatz für die Nutzung und Verschlechterung der Ware verlangen. Die geltende Regelung in Deutschland hält der Europäische Gerichtshof jedoch für rechtswidrig.
"Im schlimmsten Fall könnte künftig auch noch der Anspruch des Händlers auf Wertersatz entfallen", befürchtet DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben. Das Bundesministerium der Justiz ringe momentan um einen Kompromissvorschlag, der darauf abziele, den Wertersatz in veränderter Form bestehen zu lassen. "Dies unterstützen wir", sagt Wansleben. "Fakt scheint jedoch, dass es in jedem Fall eine weitere Verschlechterung für die Onlineshop-Betreiber geben wird."
Umso wichtiger sei es, dass sich die Bundesregierung in Brüssel nachdrücklich dafür einsetze, dass in der zugrunde liegenden EU-Richtlinie ein umfassender Wertersatz verbindlich verankert werde. "Außerdem muss das Widerrufsrecht auf sinnvolle Fälle beschränkt werden."
23. August 2010 / bid-Redaktion
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Nach heftigem Widerstand von Justizministerium und Insolvenzverwaltern
Regierung verzichtet nun doch auf Fiskus-Privileg
VID: „Insolvenzordnung wäre im Wesenskern zerstört worden“
Zuvor hatte die Ankündigung der Bundesregierung, in Insolvenzverfahren nicht nur die Finanzämter, sondern auch die Sozialkassen bevorzugt zu befriedigen, heftigen Widerstand des Insolvenzverwalterverbandes VID ausgelöst. „Die geplanten Privilegien für Fiskus und Sozialkassen sind ein Generalangriff auf die Insolvenzordnung“, betonte der VID-Vorsitzende Siegfried Beck zuvor in Berlin. „Diese würden drei Jahrzehnte der Reformbemühungen um ein modernes Insolvenzrecht vernichten. Die Insolvenzordnung würde damit nicht nur in ihrer Substanz beschädigt, sondern in ihrem Wesenskern zerstört.“
„Für die Sanierung des Unternehmens bliebe dann kein Kapital mehr im Unternehmen“, ergänzte Beck. „Zahlreiche Betriebe, die sonst gerettet werden können, müssten schließen. Vor allem für Kleingläubiger wie Handwerker oder Lieferanten bliebe in der Regel nichts mehr übrig.“ Beck ergänzte: „Die Priorität der Sanierung im deutschen Insolvenzrecht verkäme damit zur bloßen Worthülse."
Erst vor wenigen Tagen hatte eine Umfrage unter Unternehmens-Insolvenzverwaltern ergeben, dass die von der Bundesregierung geplante Wiedereinführung des Fiskusprivilegs dramatische Folgen gehabt hätte: In 62 Prozent der untersuchten Insolvenzverfahren bliebe für die ungesicherten Gläubiger überhaupt kein Geld mehr übrig.
Zum Hintergrund:
Die Abschaffung der Vorrechte von Fiskus und Sozialversicherungen durch die Insolvenzordnung im Jahr 1999 war ein zentraler Baustein des neuen, sanierungsfreundlicheren Insolvenzrechts (InsO). Seitdem gilt in der Insolvenz-Ordnung der Grundsatz der Gläubigergleichbehandlung. Das heißt: Alle Gläubiger erhalten zum Abschluss eines Insolvenzverfahrens die gleiche Quote aus der Masse, also dem übrigen Vermögen des Unternehmens. Würden, wie vor Einführung der InsO, Fiskus und Sozialkassen ein Vorrecht haben, würden ihre Forderungen vorrangig, also zuerst bedient, ehe die anderen Gläubiger etwas erhielten. Dann bliebe aber in aller Regel für die anderen Gläubiger nichts mehr übrig. Hinzu kommt, dass Finanzämter und Sozialkassen, weil sie sich ja dann auf ihrem Privileg gewissermaßen "ausruhen" könnten, keinen Anreiz mehr hätten, eine Sanierung z.B. über einen Insolvenzplan durch Zugeständnisse zu unterstützen.

